Dresdner - Kurz nach dem 63. Jahrestag der Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber am 13. und 14. Februar 1945 versammelten sich heute in Dresden nach Polizeiangaben etwa 3 800 Anhänger der rechtsgerichteten Gruppierung "Junge Landsmannschaft Ostdeutschland" (JLO) zu einer Kundgebung. Mindestens 2 000 Gegendemonstranten marschierten unter dem Motto "Geh Denken" gegen den rechten Aufzug. Zu dem Protest hatte ein großes bürgerliches Bündnis aufgerufen, um wie in den Vorjahren an die nationalsozialistische Vorgeschichte der Zerstörung Dresdens im Februar 1945 zu erinnern.
Die Polizei, die mit einem Großaufgebot im Einsatz war, meldete bis zum Abend einen weitgehend störungsfreien Verlauf der Veranstaltungen. Nach ihren Angaben waren mindestens 200 gewaltbereite Linksautonome in der Stadt. Einige linke Gruppen hätten versucht, den Aufmarsch der Rechtsextremisten zu stören, teilte Polizeisprecher Detlef Garsch mit. Es gab 23 vorläufige Festnahmen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot und Mitnahme von Pfefferspray. Zudem wurde ein mit Haftbefehl gesuchter Mann festgenommen.
Am frühen Abend verhinderte die Polizei ein Aufeinandertreffen von Linken und Rechten im Stadtzentrum. Gegen ein nicht weit entferntes Geschäft, das Bekleidung der bei Rechtsextremen beliebten Marke "Thor Steinar" verkauft, flogen
Steine.
kai/AP/dpa/ddp
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