Hamburg - Die Meldungen aus der Führungsebene der Hamburger CDU dringen, klingen fast euphorisch. Die Parteispitze um Bürgermeister Ole von Beust will dem Landesvorstand Koalitionsverhandlungen mit den Grünen für ein erstes schwarz-grünes Bündnis auf Landesebene vorschlagen. Der formelle Beschluss des CDU-Vorstands soll heute Abend fallen. Damit gibt von Beust einem schwarz-grünen Bündnis den Vorzug vor einer Großen Koalition mit der SPD, die rechnerisch ebenfalls möglich wäre.
Am Abend ist nun die Grünen-Basis am Zug. Sie muss entscheiden, ob die Parteiführung mit der CDU über eine Koalition verhandeln darf.
Gestern hatten sich die Spitzen von CDU und Grünen nach einem fast siebenstündigen Sondierungsgespräch bereits grundsätzlich offen für eine schwarz-grüne Koalition in der Hansestadt gezeigt.
Insbesondere aus der Union gibt es klare Signale für eine solche erstmalige Zusammenarbeit. Bei den Grünen wurde für den Abend jedoch eine hitzige und langwierige Debatte erwartet. Die neue Bürgerschaft soll am kommenden Mittwoch zu ihrer ersten Sitzung zusammenkommen.
Bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar hatte die CDU ihre absolute Mehrheit verloren. Sie benötigt daher einen Partner. Realistisch kommen dabei nur die SPD oder die Grünen in Frage. Seit längerem ist klar, dass Beust ein schwarz-grünes Bündnis einer großen Koalition aus CDU und SPD vorziehen würde.
Nach dem amtlichen Endergebnis hat die CDU im neuen Landesparlament 56 Sitze, die SPD 45, die GAL 12 und die Linke 8 Sitze.
Zwischen CDU und Grünen gelten als Knackpunkte vor allem das umstrittene größte Steinkohlekraftwerk Europas, mit dessen Bau in Hamburg-Moorburg bereits begonnen wurde, sowie die Schulpolitik.
Die Grünen möchten alle Kinder neun Jahre lang gemeinsam unterrichten. Beust steht bei den Eltern im Wort, die Gymnasien zu erhalten. Auch die Elbvertiefung ist für die Grünen eigentlich nicht tragbar.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte mit Blick auf die schwarz-grünen Koalitionsüberlegungen, bei Beust sei die Entscheidung "in besten Händen". "Er braucht also keine Ratschläge von außen", sagte der CDU-Bundesvize dem Nachrichtensender N24. Als Wahlsieger müsse Beust am Ende entscheiden, mit welchem Partner mehr für Hamburg zu erreichen sei.
ffr/dpa/AP
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Was heißt denn "linke Stimmen ins rechte Lager tragen"? Wenn jemand links ist, dann soll er entsprechend wählen und nicht die SDP, die ja hinlänglich über Jahrzehnte bewiesen hat, daß sie nicht links ist. Und die [...] mehr...
...die Linken! Oder sind die bloss aus Versehen nicht mit drin? mehr...
schwarz / grün --- chance oder risiko? antwort: katasthophe und betrug!!! katastrophe deßhalb weil: wieder einmal linke und rechte stimmen - vermischt werden, ohne den wähler vorher zu fragen! betrug deßhalb weil: [...] mehr...
das mit dem Grün-Schwarz. Mit J.F. hatten die Grünnen ja bereits ihren reaktionären Probelauf...Übung haben sie also darin, sich für die Macht zu verhökern. Also warum nicht mit der CDU? mehr...
Hamburg hat doch gezeigt, daß die Union von den gottverdammten Grünen die Finger lassen muß! mehr...
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