Hamburg - Die Talfahrt der Sozialdemokraten in den Umfragen geht weiter: Die SPD liegt mit 22 Prozent auf einem neuen Rekordtief, wie aus einer heute veröffentlichten wöchentlichen Forsa-Umfrage des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL hervorgeht. Es sei der schlechteste Wert, den die Partei jemals in einer Forsa-Umfrage erreichte.
Ebenso wie die SPD büßte auch die Union im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein, sie liegt mit 37 Prozent aber weiter 15 Prozentpunkte vor der SPD. Die FDP, die vorige Woche eine offenere Bündnispolitik gegenüber SPD und Grünen verkündete, konnte sich um 1 Punkt auf 11 Prozent verbessern. Die Linkspartei kommt erneut auf 14 Prozent, die Grünen verharren bei 11 Prozent.
SPD-Chef Kurt Beck konnte durch seinen Auftritt am vergangenen Montag vor der Bundespressekonferenz seinen Vertrauensverlust offenbar nicht stoppen. Nur zwölf Prozent der Befragten würden ihn der Umfrage zufolge direkt zum Kanzler wählen, ein Punkt weniger als in der Woche zuvor. Es ist sein bisher schlechtester Wert. Nicht einmal bei den Mitgliedern der SPD hat er eine Mehrheit: Nur 35 Prozent von ihnen wünschen sich, dass er Kanzler wird.
Für CDU-Chefin Angela Merkel würden bei einer Kanzler-Direktwahl 58 Prozent der Bürger stimmen. Sogar 22 Prozent der Bürger mit SPD-Parteibuch seien für die Kanzlerin.
2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger wurden vom 10. bis 14. März 2008 befragt.
ffr/ddp/dpa
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