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15.04.2008
 

Reformmangel

Herzog wettert gegen dilettantische Politiker

Erst wetterte er gegen die "Rentenrepublik", jetzt knöpft sich Alt-Bundespräsident Herzog die Parteien vor: "Wenn ich mir das aktuelle Personal anschaue, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll", schimpfte Herzog. Die Reformpolitik der vergangenen Jahre sei "dilettantisch" durchgeführt worden.

Berlin - Die Worte sind deftig - wenn auch die Vorwürfe nicht ganz neu: Alt-Bundespräsident Roman Herzog wirft deutschen Politikern vor, zu sehr auf Wahlergebnisse zu gucken und zu wenig auf Fortschritte im Land. Den Bürgern attestiert er durchaus eine gewisse Bereitschaft zu Veränderungen, monierte jedoch in der "Bild"-Zeitung: "Aber es bräuchte politische Führung, echtes Charisma, um sie zu mobilisieren."

Alt-Bundespräsident Herzog: "Aber es bräuchte echtes Charisma, um sie zu mobilisieren"
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MARCO-URBAN.DE

Alt-Bundespräsident Herzog: "Aber es bräuchte echtes Charisma, um sie zu mobilisieren"

Weil bei annähernd gleich großen politischen Lagern jeder Schritt die Mehrheit kosten könne, stünden die politischen Parteien eher still, monierte Herzog. "Wenn ich mir das aktuelle Personal anschaue, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll", sagte er. Die Reformpolitik der vergangenen zehn Jahre sei dilettantisch durchgeführt und den Menschen ungenügend erklärt worden. Herzog kritisierte: "Vor allem sagt die Politik viel zu selten, wohin es geht und wie weit."



Der beste Weg, mehr Reformbereitschaft unter den Deutschen zu wecken, sei eine Entlastung der Bruttolöhne von Steuern und Abgaben, sagte Herzog. In der Vergangenheit sei "zu vieles hochtrabend Reform genannt worden, was in Wahrheit Kleckerkram war". Insgesamt sei den Bürgern zwar viel versprochen worden, aber die Nettolöhne seien wegen Abgaben, Steuern und Inflation mehr als ein Jahrzehnt nicht gestiegen. Deshalb sei der politische Linksruck in der Bevölkerung kein Wunder.

Die außerplanmäßige Erhöhung der Renten durch die Große Koalition halte er für eine Reaktion auf die Kritik von Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine, sagte der Alt-Bundespräsident. "Da hat er offenbar einen wunden Punkt bei den Volksparteien getroffen", sagte Herzog.

ler/ddp

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das ist ja das tragische element bei guido westerwelle..der containeraufenthalt hat ihn nachhaltig gezeichnet..der mann wird kein minister..empfehlen würde ich ihm versicherungen oder beratungsfirmen..dafür reichts.. mehr...

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