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28.05.2008
 

DDR-Vergangenheit

Birthler wirft Gysi erneut Zusammenarbeit mit Stasi vor

Kurz vor der aktuellen Stunde im Bundestag zum Fall Gysi hat Marianne Birthler dem Linken-Fraktionschef erneut eine Zusammenarbeit mit der Stasi vorgeworfen. Laut Aktenlage sei Gysi ein Stasi-IM gewesen, sagte die Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde.

Berlin - Die Vorwürfe gegen Gregor Gysi stehen hartnäckig im Raum: Die Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler, hat dem Linken-Fraktionschef erneut Zusammenarbeit mit dem Staatssicherheitsdienst der DDR vorgeworfen. Die betreffenden Unterlagen "sind Unterlagen zu einem IM (Inoffizieller Mitarbeiter), und der kann nach Aktenlage nur Gregor Gysi gewesen sein", sagte Birthler am heutigen Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Linken-Fraktionschef Gysi: "Zu keinem Zeitpunkt wissentlich und willentlich mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet"
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DPA

Linken-Fraktionschef Gysi: "Zu keinem Zeitpunkt wissentlich und willentlich mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet"

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Strobl sagte der "Leipziger Volkszeitung", Gysi habe sich "durch diese Sauereien" als Volksvertreter diskreditiert.

Der Bundestag befasst sich an diesem Mittwoch auf Antrag von Union und SPD mit der DDR-Anwaltstätigkeit Gysis und seinen angeblichen Stasi-Verbindungen. Gysi weist den Vorwurf zurück, Stasi-IM gewesen zu sein.

In der Debatte geht es um ein Treffen Gysis im Jahr 1979 mit seinem damaligen Mandanten, dem DDR-Dissidenten Robert Havemann, und einem weiteren Regimekritiker.

Er habe "entgegen den Behauptungen von Frau Birthler zu keinem Zeitpunkt wissentlich und willentlich mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet", erklärte Gysi auf dem Parteitag der Linkspartei am vergangenen Wochenende in Cottbus. Birthler versuche, "sich als eine Art Polizeiermittlerin aufzuspielen".

hen/dpa/ddp

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