Wiesbaden - 685.000 Babys kamen im vergangenen Jahr in Deutschland auf die Welt. Das sind 12.000 mehr als noch 2006. Erstmals seit zehn Jahren sei damit die Zahl der Geburten wieder angestiegen, erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Damit bestätigten sich entsprechende Schätzungen vom Jahresbeginn.
Zugleich nahmen die Sterbefälle in Deutschland um 6000 auf 827.000 leicht zu. Damit starben den Statistikern zufolge 142.000 Menschen mehr als geboren wurden. Auch durch Zuwanderung konnte die Lücke nicht komplett gefüllt werden. So schrumpfte die Bevölkerung in Deutschland im vergangenen Jahr um 97.000 Menschen.
Nach vorläufigen Ergebnissen hatte Deutschland Ende 2007 gut 82,2 Millionen Einwohner. Seit 2003 ist die Bevölkerungszahl laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Der Bevölkerungsrückgang im vergangenen Jahr betraf vor allem die neuen Bundesländer, während die Bevölkerungszahl im früheren Bundesgebiet ungefähr konstant blieb. Allerdings gab es hier regionale Unterschiede: Während die Einwohnerzahlen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bremen zurückgingen, verzeichneten Bayern, Berlin und Hamburg, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein eine Bevölkerungszunahme.
Die Zahl der Eheschließungen ging dagegen weiter zurück: Im Jahr 2007 heirateten 369.000 Paare - ungefähr 5000 weniger als im Vorjahr.
ler/AFP/dpa
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