Von Leonie Wild
Berlin - So viele Menschen hat kein deutscher Politiker seit dem Fall der Mauer auf die Straßen gebracht. Über 200.000 jubelten am Donnerstagabend dem US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama an der Siegessäule zu.
Die Reaktionen am Tag danach fallen unterschiedlich aus - Lob, aber auch harsche Kritik.
Nur eines verbindet alle, die Obama gesehen haben, ob live vor Ort oder am Fernseher: Kalt lässt dieser US-Senator, der im November Präsident der Vereinigten Staaten werden will, niemanden. Filmemacher Rosa von Praunheim hält Obama gar für einen "Popstar".
Andere sind zurückhaltender. Der Schauspieler Mario Adorf lobt die selbstkritischen Töne Obamas. Für den Historiker Heinrich August Winkler hat der Senator Europa und Amerika wieder näher zusammengebracht. Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber setzt auf eine Stärkung der transatlantischen Brücke. Enttäuscht ist dagegen Ex-Regierungssprecher Klaus Bölling, einst enger Mitarbeiter von Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD). Der heutige Publizist geht mit Obama hart ins Gericht - die Entzauberung des Kandidaten habe längst begonnen.
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Mitarbeit: Sebastian Fischer, Jörn Sucher, Severin Weiland und Philipp Wittrock
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