München - Markige Worte vom CSU-Vorsitzenden: Erwin Huber hat im bayerischen Landtagswahlkampf eine harte Linie gegen die Linken angekündigt. "Wenn es sein muss, dann führen wir einen politischen Kreuzzug gegen die Partei von Oskar Lafontaine", sagte Huber der "Süddeutschen Zeitung". "Wir werden den Vormarsch der Linken stoppen und verhindern, dass sie in Bayern in den Landtag einzieht", sagte der CSU-Chef. Huber unterstützt damit den Kurs der CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer, die die Linkspartei zum wichtigsten Gegner im bayerischen Landtagswahlkampf erkoren hat.
CSU-Chef Huber: "Gegen diese Verführer angehen"
Bei den Angriffen gegen die Linkspartei gehe es nicht um die Schlachten der siebziger und achtziger Jahre, sagte Huber. "Es gibt den Kalten Krieg nicht mehr, das stimmt, aber es gibt genügend Leute, die den Gedanken vom Kommunismus weiterträumen. Gegen diese Verführer werden wir angehen."
"Dafür einsetzen, dass wir da nicht Nein sagen werden"
In Hessen hingegen gehen die rot-grün-roten Planspiele weiter. Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, steht einer Beteiligung seiner Partei an einer solchen Regierungskoalition in Hessen aufgeschlossen gegenüber. Sollte die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti Koalitionsverhandlungen anstreben, "werde ich mich dafür einsetzen, dass wir da nicht Nein sagen", sagte Bartsch der "Frankfurter Rundschau".
Bartsch reagierte damit auf einen Vorstoß grüner Spitzenpolitiker, die sich für eine Regierungsbeteiligung der Linken in Hessen ausgesprochen hatten. Bislang war in erster Linie über eine rot-grüne Minderheitsregierung unter Tolerierung der Linken diskutiert worden.
Grünen-Parteichefin Claudia Roth sagte der Zeitung, die hessischen Grünen bräuchten "keine öffentlichen Ratschläge von außen". Es sei aber notwendig, "von der SPD einen klaren Beweis der Regierungsfähigkeit einzufordern".
Hessens Grünen-Chef Tarek Al-Wazir bestand auf "verlässliche Zusagen für den Landeshaushalt und die wesentlichen Gesetze". Eine rot-grün-rote Koalition anzustreben sei "leider nicht mit der hessischen Realität in Einklang zu bringen". Die sehe so aus, "dass die SPD das nicht kann und die Linke das nicht will".
ffr/AFP/ddp/AP
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