5. August 2007: SPD-Fraktionschef Peter Struck spricht sich für die Kandidatur von Parteichef Kurt Beck und indirekt gegen ein Antreten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus. "Ich halte Kurt Beck für unseren besten Kandidaten", sagt er dem "Focus".
16. März 2008: Struck sagt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", er halte Steinmeier "für geeignet, Kanzlerkandidat zu sein", auch Finanzminister Peer Steinbrück sei "ein möglicher Kanzlerkandidat". Das "erste Zugriffsrecht" habe aber SPD-Chef Beck.
17. März: Beck betont, die SPD habe eine Reihe von zur Kandidatur geeigneten Persönlichkeiten. Auf Nachfrage nennt er dazu auch Steinmeier und Steinbrück.
26. März: Nach Becks Öffnung für die Partei Die Linke in den Ländern nennt der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, im "Flensburger Tageblatt" die Kanzlerfrage für "schon erledigt". Er gehe nicht davon aus, dass Beck kandidieren werde.
7. Mai: Beck und Steinmeier weisen gemeinsam einen NDR-Bericht zurück, die Kandidatur laufe auf den Außenminister hinaus.
17. Juni: Struck kritisiert Parteivize Andrea Nahles, die sich für Beck ausgesprochen hatte. Frühestens nach der bayerischen Landtagswahl am 28. September werde über den Spitzenkandidaten entschieden.
24. Juni: Beck signalisiert erstmals Bereitschaft zum Verzicht auf die Kandidatur. Er werde sich mit Steinmeier "in klarer und freundschaftlicher Weise" verständigen.
3. September: Die SPD-Spitze weist Spekulationen zurück, wonach die Entscheidung bereits an diesem Wochenende fallen soll. Kahrs warnt erneut vor schneller Festlegung. Dagegen würde es der SPD-Linke Ottmar Schreiner begrüßen, wenn die Frage noch vor der Bayern-Wahl entschieden wird.
6. September: Nach SPIEGEL-Informationen wird Steinmeier die Kanzlerkandidatur übernehmen. Die Entscheidung soll am nächsten Tag auf der Klausurtagung der SPD-Führung am Schwielowsee in Brandenburg bekanntgegeben werden.
7. September: Beck tritt überraschend zurück. An seiner Stelle übernimmt Franz Müntefering den Parteivorsitz.
suc/dpa
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