Berlin - Er gilt als enger Vertrauter des designierten SPD-Chefs Franz Müntefering - nun soll Kajo Wasserhövel auch den kommenden Bundestagswahlkampf managen.
Nach Angaben von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil scheidet der bisherige Bundesgeschäftsführer Martin Gorholt aus. Als Nachfolger wurde der 46-jährige Wasserhövel berufen. Über Wasserhövels Bestellung soll das Präsidium am kommenden Montag beraten. Er ist derzeit Staatssekretär im Arbeitsministerium.
Heil erklärte zu der Berufung, sie erfolge in Absprache und Übereinstimmung mit dem Kanzlerkandidaten der SPD, Frank-Walter Steinmeier, und mit Müntefering. Der "exzellente Wahlkämpfer" habe die Funktion des SPD-Bundesgeschäftsführers von 2004 bis 2005 schon einmal erfolgreich ausgefüllt. Ihm komme ein erheblicher Anteil an den Erfolgen der SPD bei den Bundestagswahlen 1998, 2002 und 2005 zu.
"Seine Berufung wird die Voraussetzung dafür schaffen, dass auch die vor uns liegenden Wahlkämpfe professionell geplant und umgesetzt werden. Deshalb wird seine Funktion des Bundesgeschäftsführers für die Zeit des Bundestagswahlkampfes mit der Aufgabe des Wahlkampfmanagers verbunden", sagte Heil.
Vorgänger Gorholt kehre zurück in seine frühere Funktion in der Potsdamer Staatskanzlei, hieß es. Im Oktober 2005 führte der Versuch des damaligen Parteivorsitzenden Franz Müntefering, Wasserhövel zum SPD-Generalsekretär zu berufen, zu Protesten, die von der Parteilinken Andrea Nahles angeführt wurden. Schließlich trat Müntefering zurück.
Nach der neuen Personalentscheidung werde nun über eine neue Funktion der jetzigen Parteivize Nahles spekuliert, möglicherweise in einem Amt der Bundesregierung, schreibt die "Neue Rhein/Ruhr Zeitung".
ffr/dpa/ddp/AP
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