+++ Vorsprung für Horst Köhler wächst +++
[11.02 Uhr] Gute Nachricht für Bundespräsident Horst Köhler: Dank der CSU-Überhangmandate in Bayern kann das bürgerliche Lager voraussichtlich einen Delegierten mehr in die Bundesversammlung schicken als zunächst erwartet und seine knappe absolute Mehrheit damit stabilisieren. Wie die Experten von wahlrecht.de in der Nacht ermittelten, stehen CDU/CSU, FDP und Freie Wähler nach aktuellem Stand 613 bis 614 Sitze in dem Gremium zu, das im Mai nächsten Jahres den neuen Bundespräsidenten wählt. Zudem kann das bürgerliche Lager mit der Stimme eines fraktionslosen Delegierten rechnen, der früher der CDU angehörte. Die in den ersten beiden Wahlgängen erforderliche absolute Mehrheit in der 1224 Mitglieder starken Bundesversammlung liegt bei 613.
+++ CSU denkt über Sonderparteitag nach +++
[10.58 Uhr] Als Konsequenz aus dem Debakel bei der Landtagswahl wird die CSU womöglich einen Sonderparteitag einberufen. Über diesen Vorschlag werde der Landesvorstand in seiner Sitzung am Montag in München beraten, kündigte der niederbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Manfred Weber an. Aus CSU-Kreisen hieß es zudem, dass als möglicher Termin dafür der 25. Oktober in Frage komme. Zuvor hatte schon CSU-Fraktionsvize Karl Freller mit Blick auf mögliche personelle Konsequenzen betont, dass bei einer "so großen Niederlage" die Parteibasis mit einbezogen werden müsse.
+++ Huber lehnt personelle Konsequenzen ab +++
[10.37 Uhr] In der CSU soll es nach den Worten von Parteichef Erwin Huber zunächst keine personellen Konsequenzen aus dem Debakel bei der Landtagswahl geben. Dies stehe "nicht auf der Tagesordnung", sagte Huber. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) kündigte unterdessen Sondierungsgespräche mit der FDP und den Freien Wählern über eine mögliche Koalition im Freistaat an. Der CSU-Vorstand werde darüber entscheiden, wer diese Gespräche führen solle.
+++ Grüne sprechen CSU Regierungsanspruch ab +++
[10.37 Uhr] Die CSU hat aufgrund ihres Wahldebakels nach Auffassung der bayerischen Grünen keinen Regierungsanspruch mehr im Freistaat. "Es kann nicht sein, dass derartige Loser meinen, sie könnten politische Verantwortung in Bayern übernehmen", sagte Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause. Auch der bundespolitische Einfluss der Christsozialen sei nun "gänzlich erledigt".
+++ Merkel will aus CSU-Fiasko lernen +++
[10.23 Uhr] Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel will aus dem Wahlfiasko der CSU Lehren für den Bundestagswahlkampf ziehen. Es sei in Bayern nicht gelungen, das Vertrauen der Menschen für eine Alleinregierung der CSU zu bekommen, sagte Merkel. Der Bundestagswahlkampf werde sich auf die Themen Wirtschaft, Arbeit, Bildung und Integration konzentrieren. Die Union werde sich bemühen, den Bürgern eine Zukunftsperspektive aufzuzeigen und den Menschen in der Globalisierung Halt zu geben.
+++ Wirbel um CSU-Generalsekretärin Haderthauer +++
[9.49 Uhr] Die Nachrichtenagentur AP verkündet per Eilmeldung: "Die CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer wird abgelöst. Das beschloss der CSU-Vorstand einstimmig, wie die AP am Montag aus Vorstandskreisen erfuhr." Doch schon um 10.05 Uhr zieht die Nachrichtenagentur die Meldung zurück und berichtet, dass lediglich der Vorstand des Bezirkes München beschlossen habe, Haderthauers Rücktritt zu fordern.
+++ CSU-Spitze beginnt Beratungen +++
[9.27 Uhr] Nach dem desaströsen Abschneiden der CSU bei der bayerischen Landtagswahl ist die Parteispitze zu Beratungen in München zusammengekommen. An der ersten Sitzung in der Hanns-Seidel-Stiftung wollten neben Ministerpräsident Günther Beckstein, Parteichef Erwin Huber und Generalsekretärin Christine Haderthauer unter anderem die CSU-Bezirksvorsitzenden teilnehmen. Im Anschluss daran tagt der CSU-Vorstand in der Parteizentrale.
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