Berlin - Alle über 60 müssen raus - das scheint aktuelles Motto von Horst Seehofer zu sein. Der neue CSU-Chef setzt bei seinem neuen Kabinett ganz auf die Jungen.
Der Kabinettsliste zufolge bleiben lediglich Innenminister Joachim Herrmann und Justizministerin Beate Merk im Amt. Finanzminister wird der bisherige Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon, 40. Ins Umweltministerium wechselt der bisherige Europaminister Markus Söder, 41.
Eine Änderung erfolgt auch im Kultusministerium: Der bisherige Amtsinhaber Siegfried Schneider wird Staatskanzleichef. Sein Nachfolger wird der CSU-Landtagsabgeordnete Ludwig Spaenle. Neue Sozialministerin wird die bisherige CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer.
Eine Überraschung gibt es beim Landwirtschaftsministerium. Hier wird der niederbayerische Landtagsabgeordnete Helmut Brunner Ressortchef. Zuvor hatten mehrere Zeitungen geschrieben, das Amt gehe an Umweltstaatssekretär Marcel Huber aus Oberbayern. Neue Europaministerin wird die bisherige Wirtschaftsministerin Emilia Müller.
Fest standen bereits seit dem Wochenende die zwei Minister, die von der FDP ins schwarz-gelbe Kabinett geschickt werden. Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident wird demzufolge der bisherige FDP-Fraktionschef Martin Zeil. Als Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst ist der FDP-Landtagsabgeordnete Wolfgang Heubisch vorgesehen. Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium wird die FDP-Landtagsabgeordnete Katja Hessel.
Von der CSU soll der unterfränkische Landtagsabgeordnete Bernd Weiß neuer Innenstaatssekretär werden, neuer Staatssekretär im Finanzministerium der Schwabe Franz Pschierer. Der bisherige Umweltstaatssekretär Huber wechselt auf diese Position im Kultusministerium. Der bisherige Wirtschaftsstaatssekretär Markus Sackmann löst im Sozialministerium Melanie Huml ab, die neue Staatssekretärin im Umweltministerium wird.
Als neuen CSU-Generalsekretär wird Seehofer den Bundestagsabgeordneten Karl-Theodor zu Guttenberg berufen (Porträt auf SPIEGEL ONLINE...). Die Personalien wurden offenbar in der Nacht zum Donnerstag bei einer vierstündigen Sitzung der engeren CSU-Spitze vereinbart.
cht/AFP/AP/ddp/dpa/
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Seehofer nimmt immer noch viel Rücksicht aus Alteingesessene. Sonst müßten Stoiber, Beckstein und Huber für das Milliardengrab Bayern LB und die Steuergeschenke für Jörg Haider persönlich haften. mehr...
Die Aussage ist nicht widersprüchlich, da das "Ex" mit der Person "Seehofer" zusammenhängt. mehr...
Das nenne ich zwingende Logik. Als EX-CSU Wähler sollte keiner der Damen und Herren für Sie wählbar sein ;-), auch Herr Seehofer nicht. Dino mehr...
Interessant! Darf man auch den Grund dafür erfahren? mehr...
Seehofer ist für mich als Ex-CSU-Wähler schlicht nicht wählbar! mehr...
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