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02.11.2008
 

Simonis-Trauma

"Wer Ypsilanti scheitern lässt, bringt die hessische SPD um"

Heide Simonis weiß, wovon sie redet: Wenn es der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti bei der Wahl zur Ministerpräsidentin genauso ergehe wie ihr in Kiel, dann werde Chaos ausbrechen, prophezeit die schleswig-holsteinische Genossin.

Frankfurt am Main - Die frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) hat vor einem Scheitern der Wahl ihrer Parteigenossin Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpräsidentin gewarnt.

Simonis: "Gebot der Fairness"
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DDP

Simonis: "Gebot der Fairness"

Wer erwäge, sie scheitern zu lassen, ziehe womöglich die ganze SPD mit in den Abgrund, sagte Simonis an diesem Sonntag im Hessischen Rundfunk: "Wer sich überlegt, das zu tun, der bringt eine Persönlichkeit um, der bringt die Landtagsfraktion um, der bringt die hessische SPD um."

Simonis hatte im März 2005 wegen eines "Heckenschützen" aus den eigenen Reihen bei ihrer Wiederwahl zur Ministerpräsidentin in vier Wahlgängen keine Mehrheit gefunden. Wer Andrea Ypsilanti nicht wählen wolle, müsse das vorher klar sagen. "Das ist ein Gebot der Fairness", sagte Simonis. Die hessische SPD-Vorsitzende habe die Wahl aber besser vorbereitet als sie und kenne ihre Gegner.

Ypsilanti will sich am Dienstag mit Hilfe der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lassen. Die SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger will mit Nein stimmen. Um die erforderliche Mehrheit zu bekommen, ist Ypsilanti auf alle anderen Stimmen der SPD sowie alle Stimmen von Grünen und Linken angewiesen.

dab/dpa

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