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09.12.2008
 

Hitlergruß als Teenager

CSU-Generalsekretär feuert engen Mitarbeiter

In der CSU-Parteizentrale wollte er Karriere machen, aber ein Hitlergruß vor 16 Jahren hat einem engen Mitarbeiter von Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg jetzt den Job gekostet. "Das ist für mich inakzeptabel", sagte Guttenberg über das Verhalten des Vertrauten.

München - Erst vor zwei Wochen wurde er zum Leiter der Strategieabteilung in der Parteizentrale der CSU berufen, jetzt kann ein Vertrauter von Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg seine Bürokisten packen. Der Generalsekretär feuerte den Vertrauten wegen eines 16 Jahre zurückliegenden Hitlergrußes.

CSU-Generalsekretär Guttenberg: "Das ist für mich inakzeptabel, gerade bei der Geschichte meiner Familie"
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DPA

CSU-Generalsekretär Guttenberg: "Das ist für mich inakzeptabel, gerade bei der Geschichte meiner Familie"

Das Foto einer Teenagerparty zeige den damals 16-Jährigen und zwei weitere Jugendliche mit erhobenen Armen, berichtete die Münchner "Abendzeitung".

"Das ist für mich inakzeptabel, gerade bei der Geschichte meiner Familie", zitierte die "AZ" den CSU-Generalsekretär. Guttenbergs Urgroßonkel Karl Ludwig hatte enge Kontakte zu den NS-Widerstandskämpfern um Graf Stauffenberg.

Der jetzt gefeuerte 32-jährige Vertraute Guttenbergs sollte dem Zeitungsbericht zufolge in München die Parteiarbeit beaufsichtigen, "wenn Guttenberg selbst in der Hauptstadt Berlin ist". Es handle sich um einen fränkischen Freiherrn. Zuvor soll er bereits im Bundestagsabgeordnetenbüro Guttenbergs gearbeitet haben. "Er hat mir in dieser Zeit nicht den geringsten Anlass gegeben, dass dieses Bild aus seiner Jugend seiner Gesinnung entspricht", sagte Guttenberg der "AZ".

Der entlassene Vertraute Guttenbergs will sich demnach an die Feier mit dem Hitlergruß nicht mehr erinnern. "Das ist 16 Jahre her. Das war eine Teenagerparty. Da muss man auch die Kirche im Dorf lassen", sagte er. Auch seine Familie sei in der Zeit des Nationalsozialismus im Widerstand gewesen.

hen/dpa

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