Mittwoch, 10. Februar 2010

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21.12.2008
 

Rechtsextremismus

Neonazis randalieren in Leipzig

Neonazi-Gewalt in Sachsen und Sachsen-Anhalt: In Leipzig haben Rechtsextremisten nach einer Feier Passanten und Polizisten angegriffen. In Dessau verletzten rechte Schläger vier Linke.

Leipzig/Dessau - Neonazis haben in der Nacht zum Sonntag in Leipzig-Lindenau randaliert und Polizisten attackiert. Sie warfen Flaschen und Feuerwerkskörper auf die Beamten. Außerdem sei Reizgas versprüht worden, teilte die Polizei mit. Gegen vier Männer im Alter von 25 bis 28 Jahren wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes, Beleidigung und Sachbeschädigung eingeleitet.

Die Polizei war von einem Anwohner gerufen worden, der sich über laute Musik von einer Party beschwert hatte. Auf dem Grundstück war im November ein NPD-Büro eingerichtet worden. Zunächst sei die Lage ruhig geblieben, gegen 3 Uhr eskalierte sie jedoch. Partygäste verfolgten zunächst zwei Passanten. Als die Polizei einschritt, gab es Krawalle.

In Dessau-Roßlau griffen am Samstag acht bis zehn Rechtsextreme vier Menschen an und verletzten sie. Die 18 bis 23 Jahre alten Opfer hätten sich selbst dem linken Spektrum zugeordnet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Nach Angaben von Opfern und Zeugen habe die Gruppe von Rechtsextremen ohne Vorankündigung angegriffen. Die Täter seien vermummt und dunkel bekleidet gewesen. Der Staatsschutz ermittelt.

phw/dpa

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