Von Ralf Beste
Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung durchkreuzt die Reisepläne von Gesine Schwan. Die SPD-Präsidentschaftskandidatin hat einen Besuch bei der Bundeswehr in Afghanistan abgesagt, nachdem der CDU-Politiker ihr kurzerhand den Flug gestrichen hatte.
Schwan wollte gemeinsam mit Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt, und einigen Bundestagsabgeordneten Mitte Januar nach Afghanistan reisen. Zwei Tage vor Weihnachten teilte Jung dann mit, dass die Schwan-Delegation die "Routineversorgungsflüge" der Truppe nur für den Rückflug aus Afghanistan nutzen könne. Das Flugzeug für den Hinflug sei schon zu voll.
Wie Schwan die Standorte im Norden Afghanistans ohne Hilfe der Bundeswehr hätte erreichen sollen, erörterte Jung nicht. Die Reise war auf Anregung der Bundeswehr geplant worden. Nach Angaben von Diplomaten ist der Hin- und Rücktransport zuvor "wiederholt mündlich" zugesichert worden.
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