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22.01.2009
 

Qaida-Verbindungen

Ermittlungen gegen Deutsch-Marokkaner wegen Drohvideos

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen den mutmaßlichen Terroristen Beqay H. - der Deutsch-Marokkaner war in einem Drohvideo von al-Qaida aufgetaucht. Gegen H. wurde ein Verfahren wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung eingeleitet.

Berlin - Die Ermittlungen gegen Beqay H. laufen: Die Bundesanwaltschaft hat wegen des jüngsten Drohvideos der Extremisten-Organisation al-Qaida ein Verfahren gegen den Deutsch-Marokkaner aufgenommen.

Deutsch-Marokkaner Beqay H.: "Mich für Allah in die Luft zu sprengen, ist mein Wunsch seit 1993"
AFP

Deutsch-Marokkaner Beqay H.: "Mich für Allah in die Luft zu sprengen, ist mein Wunsch seit 1993"

Gegen den auf dem Video zu sehenden Mann sei ein Ermittlungsverfahren wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag. Weitere Einzelheiten wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Das Video war am Wochenende aufgetaucht. Darin stellt sich der bis auf die Augen vermummte Mann als "Abu Talha, der Deutsche" vor und droht Deutschland wegen seiner Beteiligung am Nato-Einsatz in Afghanistan mit Anschlägen. In Anspielung auf die jüngsten Hilfen für die deutschen Banken trägt die halbstündige Aufnahme den Titel "Das Rettungspaket für Deutschland".

Der 31-Jährige soll sich derzeit im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet aufhalten und Verbindungen zu den höchsten Führungskreisen der Terrororganisation al-Qaida haben. H. posiert in dem Video mit einer Panzerfaust und feuert sie ab. Bei der Aufnahme in einem abgedunkelten Raum steht dann ein Gewehr neben ihm. "Mich für Allah in die Luft zu sprengen, ist mein Wunsch seit 1993", sagt er.

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wurde H. 1977 in Marokko geboren, lebte aber schon länger in Nordrhein-Westfalen. "Bild" zufolge studierte H. an der Koblenzer FH Lasertechnik und Wirtschaftsmathematik, was er aber abbrach.

Im Jahr 2007, so glauben deutsche Behörden, setzte H. sich ins Krisengebiet am Hindukusch ab. Angeblich soll er dort eine Ausbildung in einem Trainingslager al-Qaidas durchlaufen haben.

flo/Reuters/AP

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