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10.02.2009
 

Nach Skiunfall

Thüringens CDU streitet über Frist für Althaus

Ist Ministerpräsident Althaus dem kommenden Landtagswahlkampf in Thüringen gewachsen? Die CDU will eine Debatte darüber verhindern - doch in den Reihen der Union wird laut über eine Genesungsfrist bis Ostern für den verunglückten Althaus nachgedacht.

Erfurt - Bislang verbaten sich Thüringens Christdemokraten jeden Zweifel: Dieter Althaus wird die Partei in den Landtagswahlkampf im Sommer führen. Doch wann der Ministerpräsident nach seinem schweren Skiunfall am Neujahrstag wieder in das politische Geschehen eingreifen kann, ist unklar. Derzeit erholt sich Althaus in einer Reha-Klinik von den Folgen seines Unfalls.

Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU): "Er muss zu 150 Prozent belastbar sein"
DDP

Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU): "Er muss zu 150 Prozent belastbar sein"

Jetzt äußert sich zum ersten Mal ein CDU-Politiker skeptisch zu Althaus' Rückkehr. Der Vorsitzende der Thüringer Landesgruppe der CDU-Bundestagsfraktion, Manfred Grund, sagte dem MDR, er fürchte, dass Althaus erst zu Ostern seine Amtsgeschäfte weder aufnehmen könne. Dann müsse die Partei gemeinsam mit Althaus entscheiden, ob der Ministerpräsident hundertprozentig in der Lage sei, die "Anforderungen an einen Spitzenkandidaten auch zu erfüllen".

Eine Frist bis Ostern für Althaus? CDU-Landesgeschäftsführer Andreas Minschke wies die Äußerungen entschieden als "Privatmeinung" des Abgeordneten Grund zurück. Der Zeitpunkt Ostern sei "absolut willkürlich". Wichtig sei aber, dass Althaus zum Landtagswahlkampf im Sommer wieder voll einsatzbereit sei. "Wenn er gewählt werden will, muss er wählbar sein", betonte Minschke. Ähnlich hatte sich zuvor schon CDU-Fraktionschef Mike Mohring geäußert.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin Birgit Diezel, die derzeit statt Althaus die Amtsgeschäfte führt, lehnte eine Frist ab. "Wir geben Herrn Althaus die Ruhe, die er benötigt, um zu genesen", betonte Diezel im MDR-Hörfunk. Eine Woche mehr oder weniger mache keinen Unterschied.

"Unser Plan heißt Althaus", unterstrich auch Klaus Zeh (CDU), Leiter der Staatskanzlei. Zeh betonte aber, Althaus müsse zu "150 Prozent belastbar sein." In Thüringen wird am 30. August ein neuer Landtag gewählt.

beb/ddp

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