Berlin - Nach den gut vierstündigen Gesprächen der Staats- und Regierungschefs der sechs größten EU-Wirtschaftsmächte im Kanzleramt sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag, Europa wolle durchsetzen, dass künftig alle Finanzmärkte, Finanzprodukte und Akteure einer lückenlosen Kontrolle und Aufsicht unterliegen. Dies gelte auch für Hedgefonds und Rating-Agenturen. Ziel der EU sei es, das verlorene Vertrauen in die Märkte wiederherzustellen. Merkel bezeichnete den Finanzgipfel der sechs EU-Staaten in Berlin als Erfolg.
EU-Gipfel bei der Kanzlerin: "Wir müssen Sanktionen entwickeln"
"Wir müssen gegenüber denen, die unkooperativ sind - ob das Steueroasen sind oder Gebiete, in denen intransparente Geschäfte gemacht werden, einen Mechanismus der Sanktionen entwickeln", sagte Merkel. Zudem fordere Europa, dass Banken künftig in guten Zeiten Kapitalpuffer für Krisen aufbauen sollten. Protektionistischen Tendenzen erteilten die EU-Politiker eine Absage.
Die EU-Spitzen erarbeiteten einen umfassenden Forderungskatalog für den Londoner Gipfel, der neben dem Sanktionsinstrument für Steueroasen, den Listen und Kontrollen für Hedgefonds auch ein Frühwarnsystem für Finanzkrisen und eine Beschränkung von Bonuszahlungen an Manager vorsieht. Merkel erhielt zudem Unterstützung für ihre Idee einer globalen "Charta des nachhaltigen Wirtschaftens", in der die Prinzipien für eine neue Weltfinanzarchitektur festgeschrieben werden sollen.
Bei ihrem ersten Gipfeltreffen hatte die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Washington die größte Weltfinanzreform seit 60 Jahren in die Wege geleitet und einen Aktionsplan mit 47 Maßnahmen beschlossen. In London soll hieran weitergearbeitet werden. Es wird das erste große internationale Gipfeltreffen sein, an dem der neue US-Präsident Barack Obama teilnimmt.
Die europäischen G-20-Mitglieder - Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und die tschechische EU-Präsidentschaft - wollen in London mit einer Stimme sprechen. In Berlin einigten sie sich auf Verhandlungspositionen, die deutlich über die Beschlüsse von Washington hinausgehen.
kaz/dpa/AP/Reuters/ddp
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ach was, fast jeder kann Steuern minimieren, auch mit ganz normalem Einkommen, ganz legal, und fast auf NULL reduzieren. Da muss man nicht Milliardär sein. Ein Steuerberater ist dabei nicht unbedingt hilfreich. Einfach mal [...] mehr...
So lange Steuergelder derart verschwendet werden wie das selbst für die Blindesten offensichtlich ist, ist es mMn legitim und notwendig, dass es Steueroasen gibt. Hand aufs Herz: Wer sich gegen Steueroasen ausspricht arbeitet [...] mehr...
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Das Beste wäre, die ganze Erde zur Steueroase auszubauen, damit Menschen endlich wieder selbstbestimmt und frei über ihr Geld und ihr Leben gestalterisch verfügen können! mehr...
*Jede* individuell unvorteilhafte Steuergesetzgebung läßt sich ganz legal aushebeln. Solange das deutsche System nicht bereinigt wird, wird sich daran nichts ändern. D könnte in der Tat ein "Steuerparadies" [...] mehr...
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