Der CDU-Rechtsexperte Eckart von Klaeden hat Zweifel an der Ehrenwort-Darstellung von Altkanzler Helmut Kohl in der Spendenaffäre geäußert. "Wenn es sich bei den Spendern um ehrenwerte Leute gehandelt hätte, so hätten sie den Kanzler längst von seinem Ehrenwort entbunden", sagte Klaeden der "Hannoverschen Allgemeine Zeitung". Kohl hatte mehrfach, zuletzt bei einem Auftritt bei der Bremer CDU, betont, die Parteispenden in Höhe von bis zu zwei Millionen Mark stammten von "respektablen Personen".
Von Klaeden, der Mitglied im Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages ist, kritisierte auch die Unterstützung, die Kohl trotz seines Verhaltens bei öffentlichen Auftritten dieser Tage noch in einigen CDU-Verbänden findet. "Wer heute noch 'Helmut, Helmut' ruft, muss damit rechnen, dass morgen schon das gesamte Ehrenwort-Gebäude in sich zusammenstürzt", sagte er mit Blick auf den Auftritt des Altkanzlers in Bremen.
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