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22.03.2009
 

Ungleiche Bezahlung

Scholz will Lohnklagen für Frauen erleichtern

Arbeitsminister Olaf Scholz kritisiert das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern. Der SPD-Politiker will nun Frauen helfen, die vor Gericht für gleiche Gehälter kämpfen - und mehr Aufsichtsrätinnen in die Unternehmen bringen.

Arbeitsminister Scholz: Kampf gegen das Lohngefälle
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DPA

Arbeitsminister Scholz: Kampf gegen das Lohngefälle

Berlin - Frauen sollen künftig mehr Möglichkeiten bekommen, um den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen einklagen zu können: "Wir müssen den Frauen den Klageweg erleichtern. Die Unternehmen sollen verpflichtet werden, die Daten für einen Gehältervergleich zur Verfügung zu stellen", sagte Arbeitsminister Olaf Scholz der "Bild am Sonntag".

Der SPD-Politiker schlug eine Beweislastumkehr bei Auseinandersetzungen um Lohndifferenzen vor. "Wenn es eine Ungleichheit gibt, muss die Firma beweisen, dass es sich dabei nicht um eine Diskriminierung der Frauen handelt", sagte Scholz.

Tatsächlich sind die Unterschiede bei der Bezahlung von Männern und Frauen in Deutschland gravierend. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hatte in der vergangenen Woche eine Studie veröffentlicht, wonach die Löhne heute mehr auseinanderklaffen als in den neunziger Jahren.

Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen
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SPIEGEL ONLINE

Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen

Während im EU-Durchschnitt das Gefälle der Stundenlöhne von Männern und Frauen von 1996 bis 2006 von 17 auf 15 Prozent gesunken sei, habe es in Deutschland von 21 auf 22 Prozent zugenommen, heißt es in der Studie. Bei gleicher Ausbildung, gleichem Alter und gleichem Beruf erhielten Frauen demnach im Schnitt zwölf Prozent weniger Lohn als männliche Kollegen.

Gleichzeitig machte sich Arbeitsminister Scholz für einen höheren Anteil von Frauen in Aufsichtsräten stark. Er forderte eine Quote von 40 Prozent in den Kontrollgremien. Ähnlich hatte sich zuvor SPD-Chef Franz Müntefering geäußert. Er wolle sich dafür einsetzen, dass eine derartige Quote in das SPD-Wahlprogramm aufgenommen werde, hatte Müntefering erklärt.

In der Union stößt der Vorstoß auf wenig Begeisterung. Familienministerin Ursula von der Leyen lehnte die Frauenquote in den Räten ab. Dies zu regeln liege allein in der Verantwortung der Unternehmer und der Gewerkschaften, sagte die CDU-Politikerin.

suc/dpa/ddp

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insgesamt 291 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
05.09.2009 von spiegeldich:

Lieber nicht, den die erste Quote hatten wir schon bei "Grün". Einfach entsetzlich unfähig was dabei heraus kam.. Trittin,... der Grüne, der für seine Werte nie mals einsteht!! ..habe ich selber getestet mit [...] mehr...

04.09.2009 von Parzival v. d. Dräuen:

Es gibt noch weitere gifige Kommentare von Frauen zum Thema, idR. sind diese nicht öffentlich quotierbar. mehr...

04.09.2009 von chirin: Frauenquote für Aufsichtsräte?

Eine gute Idee die SPD unterm Teppich verschwinden zu lassen, was nicht heißt, dass ich eine "Männerquote" bevorzuge. Während meiner 44jhr. Tätigkeit ging es nach "Können" nicht nach Geschlecht. Wenn ich [...] mehr...

03.09.2009 von Nior aon Duine:

Naja, Iris Radisch meint ja im Kölner Stadtanzeiger (http://www.ksta.de/html/artikel/1250675173362.shtml) Zitat: "die soziale Bedeutungslosigkeit der Frau jenseits der magischen Fertilitätsgrenze, hinter der die von jungen [...] mehr...

03.09.2009 von bodensalex:

Was hier als Satire (Schwulenquote) beschrieben wird, kann schon bald Wirklichkeit werden ! Ich sage nur Wowereit mehr...

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