Verden - Jagd auf die Bombenbastler: Die Staatsanwaltschaft Verden hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Chemikalienhändler wegen Beihilfe zur Vorbereitung eines Sprengstoffverbrechens eingeleitet.
Der 38-Jährige soll Kunden beliefert haben, deren Bestellungen erkennbar dem Bau von Sprengkörpern gedient hätten, sagte eine Justizsprecherin in Verden am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht des "Weser-Kuriers".
Das Ermittlungsverfahren gegen den Händler aus der Lüneburger Heide wurde nach Angaben von Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier im Juli vergangenen Jahres nach einer bundesweiten Razzia eingeleitet, bei der tonnenweise Chemikalien für die Herstellung synthetischer Drogen und von Sprengstoffen beschlagnahmt wurden.
Gegen den Mann werde auch wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und das Arzneimittelgesetz ermittelt, sagte die Oberstaatsanwältin. Zu den Kunden zählten zahlreiche Personen aus der Drogenszene. Er habe aber auch mit Substanzen zum Bombenbau gehandelt. "Als Chemiker hat er schon aus der Bestellliste erkennen müssen, was die Kunden vorhatten", begründete die Oberstaatsanwältin den Verdacht. Die Ermittlungen gegen den Händler würden voraussichtlich im Sommer abgeschlossen.
ffr/AP
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