Hamburg - Auch wenn die Meldungen über die Finanzkrise immer alarmierender werden - den Linken nutzt die düstere Lage der deutschen Wirtschaft offenbar nichts. Denn in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL und "Stern" fällt sie jetzt auf neun Prozent zurück. Damit rutschte die Partei von Gregor Gysi und Oskar Lafontaine erstmals seit März 2007 in den einstelligen Bereich ab.
Die großen Parteien legen dagegen zu: CDU und CSU konnten sich um einen Punkt auf 36 Prozent verbessern, und auch die SPD verbessert sich: von 23 auf 25 Prozent. Die Union und die Sozialdemokraten schafften damit ihr Jahreshoch. Die FDP verlor einen Punkt und rangiert bei 15 Prozent, die Grünen büßten ebenfalls einen Punkt ein und kommen auf neun Prozent.
Die Deutschen setzen also offenbar auf Sicherheit in Zeiten der Krise. Dafür spricht auch, dass bei der Umfrage nur 29 Prozent glaubten, es könnte im Sommer soziale Unruhen geben. Am meisten (44 Prozent) gehen noch Anhänger der Linken von solchen Krawallen aus.
Forsa-Chef Manfred Güllner begründet die Hinzugewinne der Volksparteien mit dem Wahlkampfauftakt der SPD: "Es ist ein Wahlkampfklima entstanden. Die SPD hat ein Postulat der unentschlossenen Wähler zurückgewonnen, zur Union sind Wähler zurückgekehrt, die bei der FDP zwischengeparkt haben", sagte er dem "Stern".
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