Hamburg - Gute Nachrichten für die SPD: Die Partei ist in einer Forsa-Umfrage in der Wählergunst auf den höchsten Stand des Jahres gestiegen.
Die Sozialdemokraten verbesserten in der wöchentlichen Befragung des "Stern" und des Fernsehsenders RTL ihren bisherigen Bestwert um einen Punkt auf 26 Prozent. Einen noch höheren Wert hatte das Umfrageinstitut Emnid bereits am Dienstag erhoben: Die Meinungsforscher sahen die SPD sogar bei 28 Prozent.
CDU/CSU legten in der Forsa-Umfrage ebenfalls einen Punkt zu. Für die Union würden nun 36 Prozent der Bürger stimmen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Emnid hatte die Union bei 34 Prozent eingeordnet.
Die FDP büßte den Angaben zufolge eine Woche vor ihrem Parteitag zwei Punkte ein und kam auf 14 Prozent (Emnid: 13). Keine Veränderungen gab es bei den Grünen mit neun und der Linkspartei mit zehn Prozent (Emnid: Grüne zehn, Linke elf).
Union und FDP kämen laut Forsa gemeinsam auf 50 Prozent und lägen damit vor einer möglichen Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen mit 45 Prozent. Eine Regierung aus SPD, FDP und Grünen würde über 49 Prozent der Stimmen verfügen.
Rund drei von vier Deutschen (74 Prozent) rechnen der Umfrage zufolge mit sinkenden Renten in wirtschaftlich schwierigen Situationen. Etwa jeder Fünfte (22 Prozent) vertraut hingegen auf die Rentengarantie der Regierung.
Besonders kritisch sind die Anhänger der SPD (77 Prozent erwarten sinkende Rentenbezüge) und der Grünen (86 Prozent). Im Gegenzug glauben 29 Prozent der Unionsanhänger und 33 Prozent der FDP-Wähler, dass die Renten künftig nicht mehr sinken werden.
Für die Erhebung zur Wählergunst hatte das Forsa-Institut den Angaben zufolge 2501 Bundesbürger vom 4. bis 8. Mai befragt. An der Befragung zur Rentengarantie nahmen am 7. und 8. Mai 1008 Menschen teil.
ffr/ddp/AFP
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