Inselstaat Palau: "Geehrt und stolz, dass die USA uns gebeten haben"
Singapur - Die Bitte kam aus den USA - und Palau sagte zu: Der Inselstaat im Pazifischen Ozean will 17 uigurische Insassen des US-Militärgefängnisses Guantanamo aufnehmen. In einer entsprechenden Erklärung verkündete der palauische Präsident Johnson Toribiong, es handele sich um eine "humanitäre Geste".
Er habe die Angelegenheit mit dem US-Sondergesandten Dan Fried besprochen und werde Regierungsvertreter nach Guantanamo schicken, um die Aufnahme der Uiguren vorzubereiten."Ich bin geehrt und stolz, dass die Vereinigten Staaten Palau gebeten haben, bei solch einer entscheidenden Aufgabe zu helfen", teilte das Staatsoberhaupt mit. Bei den Internierten, die nach Palau geflogen werden, handelt es sich um chinesische Muslime, deren Freilassung ein US-Richter verfügt hatte.
Das ozeanische Palau hat nur rund 20.000 Einwohner. Von seinen 241 Inseln sind elf bewohnt.
Zuvor hatten vier der inhaftierten Uiguren auf SPIEGEL ONLINE an die Bundesregierung appelliert, sie in Deutschland aufzunehmen. "Unsere Mandanten bitten die Bundesregierung inständig, Deutschlands Tür für sie zu öffnen", sagte die US-Anwältin Seema Saifee. Die Männer sähen Deutschland mit seiner europaweit größten uigurischen Minderheit als "beste Lösung" für das Leben nach ihrer Freilassung an.
Mit Blick auf Sicherheitsbedenken sagte die Anwältin, ihre Mandanten seien nie in einem Ausbildungslager der Taliban oder des Terrornetzwerks al-Qaida gewesen.
Die US-Regierung hatte der Bundesregierung vor Wochen eine Liste mit neun Namen von Angehörigen des im Westen Chinas lebenden muslimischen Turk-Volks übermittelt. Die Liste wird seitdem in Berlin geprüft. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) grundsätzlich Bereitschaft zur Hilfe signalisiert hat, sieht Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) derzeit keine Rechtsgrundlage für eine Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen in Deutschland.
US-Präsident Barack Obama hatte erst kürzlich sein Wahlversprechen bekräftigt, das weltweit kritisierte Lager Guantanamo auf Kuba zu schließen. Viele Häftlinge sollten in Hochsicherheitsgefängnisse in die USA gebracht werden. Dagegen hatten sich zahlreiche Parlamentarier gewandt, auch aus der Demokratischen Partei Obamas.
ffr/dpa/AP/AFP
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Ich bin der Meinung, dass Deutschland nicht verpflichtet ist Häftlinge aus Guantanamo aufzunehmen. Es gibt auch keinen moralischen Grund dafür. Die Tatsache, dass die Haftbedingungen in Guantanamo während der Bush-Ära auch von [...] mehr...
wenn her obama guantanamo schliesst soll er auch die insassen in den usa aufnehmen. einige sind vielleicht grundlos dort aber es gibt auvh bestimmt viele die mit grund da sind und diese terroristen dann auf der welt zu [...] mehr...
Man könnte einen Tausch vereinbaren: Wir nehmen 20 Guantanamohäftlinge auf und im Gegenzug dürfen wir Merkel, Steinbrück, Westerwelle und Lafontaine nach dort umquartieren. mehr...
Ich denke, Sie haben des Pudels Kern getroffen. Aufnahme in die USA würde bedeuten, daß diese bisher rechtlosen Menschen auf einmal als Bürger Rechte haben. Vor der Wahrnehmung dieser Rechte fürchten sich die USA wie der Teufel [...] mehr...
Um Unfug zum Gesetz zu machen, bedarf es keiner Volksentscheide, den beherrschen unsere Parlamentarier schon ganz alleene. mehr...
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