• Drucken
  • Senden
  • Feedback
13.06.2009
 

Aufenthaltsgesetz

NRW fordert Erleichterungen für Zwangsverheiratete

Nordrhein-Westfalen will den in den Sommerferien stets aufblühenden Zwangsheiratstourismus bekämpfen. Nach SPIEGEL-Informationen sollen Opfer auch nach einer Ausreise wieder Zuflucht in Deutschland finden können - auch wenn ihr Aufenthaltstitel erloschen ist.

Hamburg - In Deutschland aufgewachsene Mädchen, die in den Herkunftsländern ihrer Familien gegen ihren Willen verheiratet und festgehalten werden, sollen leichter nach Deutschland zurückkehren können. Das fordert Nordrhein-Westfalen in einem Beschlussvorschlag, über den die Frauenminister der Länder bei ihrer Konferenz am 18. und 19. Juni abstimmen wollen.

Die Bundesregierung wird darin gebeten, im Aufenthaltsgesetz klarzustellen, dass Opfer von Zwangsheirat "in Abweichung von den gesetzlich geregelten Fristen und aus dringenden humanitären Gründen" auch mehr als sechs Monate nach der Ausreise wieder Zuflucht in Deutschland finden können.

Dies sei nötig, weil es den Frauen oft erst nach einer längeren Zeit gelinge, sich aus der ungewollten Ehe zu befreien - wenn ihr Aufenthaltstitel bereits erloschen ist.

Bei einer Vorkonferenz stimmten 13 Länder für den Antrag. Bayern, Hamburg und Niedersachsen enthielten sich.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Deutschland

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP