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02.07.2009
 

Trauerfeier

Bundeswehr nimmt Abschied von getöteten Soldaten

Letzte Ehre für die in Afghanistan getöteten Soldaten: Mit einer Trauerfeier hat die Bundeswehr Abschied genommen von drei Kameraden. Verteidigungsminister Jung begründete den Militäreinsatz in seiner Rede mit der Sicherheit Deutschlands.

Bad Salzungen - "Sie waren gute Soldaten und echte Patrioten": Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat die drei in Afghanistan getöteten Bundeswehrsoldaten geehrt. Bei einer Trauerfeier in Bad Salzungen sagte Jung, für den Tod der drei Hauptgefreiten trügen die Bundesregierung und der Bundestag die Verantwortung und seien eine Antwort schuldig. Diese sei klar und eindeutig: "Wir sind in Afghanistan, weil wir die Sicherheit der Bürger Deutschlands schützen", sagte Jung.

Trauerfeier in Bad Salzungen: Jung verteidigt BundeswehreinsatzZur Großansicht
REUTERS

Trauerfeier in Bad Salzungen: Jung verteidigt Bundeswehreinsatz

Die bewegende ökumenische Trauerfeier fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Die mit Bundesdienstflaggen bedeckten Särge der drei toten Soldaten waren in der Kirche aufgebahrt. Nach der Trauerfeier wurden die Särge aus der Kirche getragen. Bläser intonierten "Ich hatt' einen Kameraden ..." Die Beisetzung findet in einigen Tagen in den Heimatorten der gefallen Soldaten statt.

Die drei Hauptgefreiten waren am 23. Juni in der Nähe ihres Stützpunktes in Kunduz mit vier anderen Soldaten in einem Transportpanzer Fuchs unterwegs, als sie von Aufständischen angegriffen wurden. Der Panzer kippte in ein Gewässer. Dabei wurden ein 21-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen und zwei 23-Jährige aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg getötet. Die ersten beiden waren Angehörige des in Bad Salzungen stationierten Panzergrenadierbataillons 391. Der dritte Soldat gehörte zum Fallschirmjägerbataillon 263, das in Zweibrücken in Rheinland-Pfalz stationiert ist.

Die Bundeswehr beteiligt sich seit 2002 an dem internationalen Einsatz zur Absicherung des Wiederaufbaus in Afghanistan (Isaf). Derzeit sind rund 3700 deutsche Soldaten in dem Land am Hindukusch, bislang wurden 35 von ihnen getötet.

cte/APAFP/dpa

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