Wiesbaden - Die Opposition im hessischen Landtag hat Ministerpräsident Roland Koch nach dessen Erklärung zur CDU-Finanzaffäre zum Rücktritt aufgefordert. Koch sei nicht nur Mitwisser, sondern auch Mittäter gewesen, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Armin Clauss am Dienstagabend in Wiesbaden. Wer so die Wähler täusche, müsse den Weg für Neuwahlen freimachen. Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Priska Hinz erklärte, Koch habe in die Fälschung des Rechenschaftsberichtes eingewilligt und sich damit der Geldwäsche schuldig gemacht. Er müsse zurücktreten.
Den Koalitionspartner FDP forderte Hinz auf, die Konsequenzen aus dem Eingeständnis des CDU-Landesvorsitzenden Koch zu ziehen und die Regierung zu verlassen. Die FDP hatte stets erklärt, sie werde die Regierung nur stützen, solange keine Regierungsmitglied in die Affäre verwickelt sei. Für Mittwoch kündigte die Opposition eine Pressekonferenz an.
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