Linke-Politiker Gysi: Ärger mit Ideologen und Sektierern
Im Hinblick auf Wortmeldungen einzelner Funktionäre vor allem im Westen der Partei, sagte Gysi: "Ich wünsche mir manchmal, nicht jeder bei uns fühlte sich berufen, Weltpolitik zu machen."
Dass Die Linke im Westen viele Ideologen und Sektierer aus ehemaligen kommunistischen Gruppen anziehe, erklärt Gysi mit der Geschichte der K-Gruppen: "Man hockt zusammen, schlechtester Rotwein, alles vollgequalmt, ein bisschen Petting, am Ende verabschiedet man ein Papier von 35 Seiten, in der die Welt analysiert ist, aber haarscharf."
Das werde sich normalisieren, wenn "aus Symbolpolitik wirkliche Politik wird", deshalb sei es wichtig, "in alle Landtage in den alten Bundesländern" einzuziehen. Die Chancen für ein rot-rot-grünes Bündnis im Bund in näherer Zukunft beurteilt der Fraktionsvorsitzende dennoch skeptisch: "Es muss inhaltlich passen, und im Augenblick will die SPD nicht so weit auf uns zugehen, wie sie es müsste." Eine linke Koalition brauche gesellschaftliche Akzeptanz: "Eine Regierungsbildung darf eine Gesellschaft auch nicht überfordern."
ssu
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
| alles zum Thema Gregor Gysi | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH