Berlin - Zehn Wochen vor der Bundestagswahl rechnen 80 Prozent der Deutschen damit, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt. Dies ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag". Nur 13 Prozent erwarten demnach, dass SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier der Einzug ins Kanzleramt gelingt.
Merkel, Steinmeier: 95 Prozent der Unionsanhänger glauben, dass die Kanzlerin ihr Amt fortführen wird
Die Gründe für den klaren Trend sieht Meinungsforscher Schöppner keineswegs in der Stärke der Union, sondern vor allem in der Schwäche der SPD: "Den Genossen fehlt ein zündendes Wahlkampfthema. Die SPD ist so schlecht aufgestellt wie nie zuvor und Steinmeier eben kein Schröder, der im eigenen Lager Siegeszuversicht verbreiten konnte." Emnid befragte für die repräsentative Erhebung am 16. Juli insgesamt 502 Personen.
Unter dem Eindruck der schwachen Umfragewerte berät die engste SPD- Parteiführung laut "Bild am Sonntag" Ende Juli bei einer Klausur über die Wahlkampfstrategie für die letzten beiden Monate bis zur Bundestagswahl. Am 29. und 30. Juli trifft sich dem Bericht zufolge Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier mit Spitzenleuten der Partei in einem Potsdamer Hotel. Außer dem Vizekanzler und Außenminister nehmen der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, Finanzminister Peer Steinbrück, Parteivize Andrea Nahles und Arbeitsminister Olaf Scholz an dem Strategietreffen teil, heißt es.
phw/AP/dpa
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