Berlin - Das Dienstwagen-Debakel von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wird möglicherweise hohe Folgekosten mit sich ziehen: Nach Angaben ihrer Sprecherin Dagmar Kaiser war das gestohlene Dienstauto nicht gegen Diebstahl versichert. Die Sprecherin sagte am Montag der Nachrichtenagentur AP, es sei "gängige Praxis", die Fahrzeuge weder Teil- noch Vollkasko zu versichern. Aufgrund der Vielzahl der Wagen in Bundesbesitz sei dies kostengünstiger.
Sie bestätigte damit eine Meldung der "Aktuellen Stunde" des WDR-Fernsehens. Der Mercedes S 420 CDI war während des Urlaubs der SPD-Politikerin an der spanischen Mittelmeerküste entwendet worden. Der Wiederbeschaffungswert liege bei 100.000 Euro, meldete der Sender.
Nun will der Haushaltsausschuss des Bundestags prüfen, ob es korrekt war, auf Kosten der Steuerzahler den Wagen 2500 Kilometer nach Spanien zu schicken. Das Ministerium hatte am Montag erklärt, die Nutzung des Dienstwagens im Urlaub entspreche den einschlägigen Richtlinien der Bundesregierung. Schmidt hatte sich bereiterklärt, dies auch vor dem Haushaltsausschuss zu vertreten.
amz/AP
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