
Christian Wulff
Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Christian Wulff hat seine Partei aufgefordert, im Zusammenhang mit der Parteispendenaffäre Schadenersatzforderungen an Politiker wie Helmut Kohl und Manfred Kanther zu prüfen. Dazu seien Präsidium und Bundesvorstand der CDU in ihrer Verantwortung für das Parteivermögen schon deshalb verpflichtet, um nicht selbst in einen "Untreue-Tatbestand" hineinzugeraten, sagte Wulff am Donnerstagabend in Hannover. Ob die Partei eventuelle Regressansprüche dann tatsächlich geltend mache oder darauf verzichte, könne vermutlich nur ein Bundesparteitag der Christdemokraten entscheiden.
Die Schwarzgeldaffäre könnte die Bundes-CDU nach Darstellung informierter Kreise weit mehr als 50 Millionen Mark kosten. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse werde allein für den falschen Rechenschaftsbericht der Hessen-CDU rund 41 Millionen Mark zurückfordern. Die Entscheidung Thierses wird für kommenden Dienstag erwartet.
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