Berlin - Der Bundesrechnungshof hat Ulla Schmidt entlastet - jetzt will SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier die Diskussion um die Dienstwagen-Nutzung der Gesundheitsministerin endlich hinter sich lassen und hat Journalisten und die "politische Konkurrenz" aufgefordert, die Debatte zu beenden.
"Jetzt lasst auch Fairness gelten. Führt nicht einfach eine Diskussion fort, die wir beenden müssen, sondern lasst uns auf das konzentrieren, was wirklich Sache ist in der Gesundheitspolitik", sagte Steinmeier am Montag im Interview mit dem Nachrichtensender N24. "Keine Frage: Ich hätte auch lieber einen Wahlkampf ohne eine Diskussion über Dienstwagen gehabt. Nur, das kann man sich nicht aussuchen", sagte Steinmeier.
Er sei froh darüber, dass der Bundesrechnungshof in seinem am Samstag veröffentlichten Prüfbericht ein Ergebnis "mit großer Klarheit" formuliert habe. "Es hat keine Unregelmäßigkeiten gegeben. Schaden ist der Bundesrepublik nicht entstanden", fasste er zusammen.
Handlungsbedarf bei der Dienstwagenregelung für die Zukunft schloss Steinmeier nicht aus. "Wenn es da Unklarheiten gibt in der Richtlinie, dann müssen die für die Zukunft geklärt werden. Aber wir sollten nicht diesen Einzelfall weiter fortsetzen." Ulla Schmidt habe sich gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Nutzung des Dienstwagens zur Wehr setzen müssen, sagte Steinmeier. "Ich habe gesagt, wir müssen fair mit jemandem umgehen, der erfolgreiche Gesundheitspolitik hier in Deutschland gemacht hat. Man muss die Gelegenheit geben, die Vorwürfe aufzuklären, und deshalb der Weg zum Bundesrechnungshof." Steinmeier hatte seine Parteikollegin Schmidt am Wochenende in sein Wahlkampf-Team aufgenommen, nachdem der Bundesrechnungshof sie entlastet hatte.
Schmidt war wegen der Nutzung ihres Dienstwagens im Spanien-Urlaub heftig in die Kritik geraten. Sie verzichtete zunächst auf einen Platz in Steinmeiers Wahlkampfteam. Nach der Prüfung des Bundesrechnungshofes nahm Steinmeier die Ministerin jedoch am Wochenende in sein Team auf.
Unterdessen gab sich Steinmeier anlässlich der schlechten Umfragewerte für die SPD gelassen. "Natürlich bin ich nicht zufrieden mit der Umfragesituation", sagte Steinmeier N24. Er schaue aber nicht jeden Morgen auf neue Umfragen. Zudem seien 60 Prozent der Wähler noch unentschieden, wem sie am 27. September ihre Stimme geben. Er sei zuversichtlich, dass es der SPD gelingen werden, viele dieser Wähler auf ihre Seite zu ziehen.
Steinmeier verteidigte in dem Interview erneut seine Ankündigung, bis 2020 vier Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Bei seinem "Deutschland-Plan" gehe es nicht um ein billiges Versprechen. "Es geht mir um einen Perspektivwechsel", sagte Steinmeier. Die Weichen für das nächste Jahrzehnt müssten jetzt gestellt werden. Das Potenzial für vier Millionen neue Arbeitsplätze in Deutschland sei da, das habe er nachgewiesen.
Auf das Thema Steuersenkungen angesprochen sagte Steinmeier, in der momentanen Situation seien solche Pläne nicht realistisch. "Niemand ist gegen Steuersenkungen", sagte er. "Nur die Spielräume müssen da sein. Und sie sind es im Moment nicht."
anr/AP/ddp
Auf anderen Social Networks posten:
Stimme zu, könnte sich auch um einen LINKE- Troll handeln – er hat ja in einem Beitrag mal selbst gefragt, welche Partei das „S“ noch im Namen beanspruchen dürfte…Vielleicht hat er sich damit ja tatsächlich verraten – nun ja, [...] mehr...
ich ess, des Lied ich sing, wollen Sie erntlcih von einem Genossen erwarten, der mit der SPD VIPs auf / unter gutem Fuss steht, dass er dei Ulla in die Pfanne haut ? man muss schon kerngesund sein um die Ulla so zu betrachten, [...] mehr...
ad1: Frau Schmidt hat zunächst so getan als sei sie überwiegend dienstlich in Spanien unterwegs gewesen. Danach hat sie, als das ruchbar wurde, eine Kehrtwende gemacht und behauptete dann, dass sie den Dienstwagen lediglich für [...] mehr...
Hallo, na das mit dem das rumänen fauler sind als DEUTSCHE und anderes ! mehr...
Nun, jeder mathematisch grundgebildete Mensch bestreitet das. Warten Sie einfach auf die nächste "Schlagzeile". mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
| alles zum Thema Superwahljahr 2009 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH