Düsseldorf - Reicht es Ende September für Schwarz-Gelb? Gut sechs Wochen vor der Bundestagswahl kommen Umfragen zu widersprüchlichen Ergebnissen über die Möglichkeit einer schwarz-gelben Regierungsmehrheit. Nach der wöchentlichen Befragung der Zeitschrift "Stern" und des Fernsehsenders RTL, die am Mittwoch vorgestellt wurde, kommen CDU/CSU und FDP gemeinsam auf 51 Prozent und könnten damit die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen.
Eine ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte Erhebung des "Handelsblatts" kommt hingegen zu einem anderen Ergebnis. Danach können die drei Parteien derzeit nicht auf die Mehrheit der Stimmen hoffen.
Laut der Befragung von "Stern" und RTL kommen die Unionsparteien derzeit auf 38 Prozent und erreichen damit einen Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die FDP fiel im Wochenvergleich um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent. Nach der "Handelsblatt"-Umfrage würden aktuell 33 Prozent der Wähler für CDU und CSU stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.
Dies bedeutet dem Blatt zufolge einen Verlust von fünf Prozentpunkten binnen eines Monats. Die FDP verbesserte sich in der Erhebung um zwei Prozentpunkte auf 15 Prozent. Damit würde es nach dieser Umfrage nicht für eine Mehrheit von Schwarz-Gelb reichen.
Die Sozialdemokraten verbesserten sich in der "Stern"-Umfrage um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent, die "Handelsblatt"-Erhebung sieht die SPD bei 24 Prozent.
Die Grünen sanken in der wöchentlichen Befragung des Hamburger Magazins und des Fernsehsenders um einen Prozentpunkt auf zwölf Prozent. Die Linke erreichte wie in der Vorwoche elf Prozent. In der Umfrage des "Handelsblatts" verbesserten sich Grüne und Linke jeweils um einen Punkt auf zwölf beziehungsweise elf Prozent.
ore/ddp
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