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13.08.2009
 

Hetze gegen CDU-Wahlhelfer

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Thüringer NPD

Die Anfeindungen gegen einen CDU-Wahlhelfer in Thüringen haben für die NPD ein juristisches Nachspiel. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Die Rechtsextremen hatten den in Angola geborenen Deutschen als "Quotenneger" bezeichnet.

Meiningen - Nach den Attacken auf den dunkelhäutigen CDU-Wahlhelfer Zeca Schall in Thüringen hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die rechtsextreme Partei eingeleitet. Geprüft werde der Verdacht auf Volksverhetzung, Beleidigung und versuchte Nötigung, sagte ein Sprecher der Behörde in Meiningen.

Schall ist auf Wahlplakaten neben Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zu sehen. Der gebürtige Angolaner lebt seit 1988 im Freistaat und ist Integrationsbeauftragter der Thüringer Union. Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE sagte er am Mittwoch, er begreife das Vorgehen der NPD nicht nur als Angriff gegen sich selbst, "sondern gegen die gesamte CDU und alle demokratischen Kräfte in Deutschland". Angst habe er aber nicht.

Die NPD hatte Schall in einer Mitteilung als "CDU-Quotenneger" bezeichnet und zur "Heimreise" aufgefordert. Die rechtsextreme Partei wolle nach eigenem Bekunden das "direkte Gespräch" mit Schall suchen und ihn "direkt dazu animieren", in seiner Heimat Angola ein neues Leben zu beginnen.

Mehrere NPD-Mitglieder haben am Mittwoch vergeblich versucht, sich Schall zu nähern. Der Polizei zufolge wurden gegen sechs NPD-Vertreter Platzverweise ausgesprochen, darunter Parteichef Udo Voigt sowie Neonazis, die sich Schalls Wohnhaus in Hildburghausen nähern wollten.

Die CDU hatte nach den Vorfällen bei der Generalstaatsanwaltschaft in Jena Anzeige erstattet. Innenminister Manfred Scherer (CDU) warf der NPD "moralische und geistige Abgestumpftheit" vor. Strafrechtliche Schritte würden nun geprüft. Das Vorgehen der Rechtsextremen kritisierte er scharf. "Drei Wochen vor der Landtagswahl zeigt die NPD damit ihren wahren Charakter", sagte Scherer.

SPD-Chef Christoph Matschie sagte, die Übergriffe der vergangenen Tage hätten zum wiederholten Mal gezeigt, dass die NPD "im Kern eine menschenverachtende Partei" sei. Er erneuerte sein Angebot an Althaus zu einem gemeinsamen Appell gegen Rechtsextremismus. "Wir brauchen den Schulterschluss der Demokraten", mahnte Matschie.

Solidaritätsbekundungen für bedrohte Menschen seien wichtig, sie könnten jedoch ein gemeinsames Vorgehen der demokratischen Kräfte nicht ersetzen. Am Montag war DGB-Chef Steffen Lemme in Sömmerda an einem Infostand der NPD von mehreren Neonazis attackiert worden.

ffr/dpa/ddp

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28.09.2009 von smallbrother:

Mal noch zwei Unterschiede: 1. Die Anteile in % an der Gesamtbevölkerung sind an den von Ihnen genannten Orten wesentlich geringer, als umgekehrt in D. 2. Die von Ihnen genannten Deutschen leben vermutlich zu 99,99% von [...] mehr...

27.09.2009 von gaaps:

Man muss den Feind studieren, um ihn zu kennen. Und am besten studiert man ihn, wenn er sich zeigt (zB als ewig-gestrigen-Partei). Im Untergrund mit Guerilla-Taktik - daran scheitert der demokratische Rechtsstaat, dann gehen wir [...] mehr...

27.09.2009 von billy pilgrim:

Es sind keine ethnischen Ghettos, by the way, sondern Armutsghettos. Man sollte nicht die deutsch-Deutschen unter den Tisch fallen lassen, die auch in den entsprechenden Vierteln (über-)leben müssen. Es war immer schon eine [...] mehr...

27.09.2009 von billy pilgrim:

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25.09.2009 von aat: Ist schon ok...

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