Von Franz Walter
Göttingen - Man muss den Sozialdemokraten nicht unbedingt beipflichten, wenn sie sich in diesen Tagen voller Selbstmitleid als Opfer hämischer Medienkampagnen darstellen. Aber ein bisschen kann man ihren Unmut verstehen, beobachtet man den pfleglichen Umgang vieler Kommentatoren mit der CDU. Alles scheint demzufolge bestens zu stehen mit der CDU der populären Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Dabei ist die Welt der deutschen Christdemokraten alles andere als in Ordnung. Schaut man genauer hin, müssten dort die Sirenen ähnlich schrill heulen wie bei den Sozialdemokraten. Gehen wir die Faktenlage rasch und möglichst schnörkellos durch:
Der christdemokratische Schwund ist ein europaweites Phänomen. In den fünfziger Jahren stand die europäische Christdemokratie in den Ländern, in denen es sie gab, im Durchschnitt bei 50 Prozent. In den letzten Jahren bewegte sie sich vielerorts auf die 20 Prozent zu und zurück. Außerhalb Deutschlands begann der Schrumpfungsprozess der katholischen und interkonfessionellen C-Parteien schon in den achtziger Jahren, teilweise früher. Wahrscheinlich begannen die Diskussionen über eine Erneuerung christlicher Politik oder der Mitte-Rechts-Parteien dort früher und waren tiefergehend als hierzulande, weil weder Helmut Kohl noch Angela Merkel solchen Debatten schätzen.
Auf anderen Social Networks posten:
..... Die wenigsten hinterfragen doch, was in den Parteien wirklich abgeht und was bevorsteht. Umso größer ist nach den Wahlen dann die Enttäuschung. Ich bin gespannt, wer am Montag lacht und wer nicht. Daß die CDU stärkste [...] mehr...
Der zeitliche Zusammenhang zwischen der Flut von neuen "Drohvideos" , und dem Auftauchen von Schäubles Vorstellungen , ist doch nicht zufällig. Die Videos, werden dem neuen / alten Koalitionspartner der CDU als [...] mehr...
gibt es ja noch die Hoffnung, dass aus diesen "Geheimplänen" nichts wird zumal die "Schwarzen" einen Koalitionspartner brauchen, der einer solchen "Neuausrichtung" der Geheimdienste nicht zustimmen [...] mehr...
Die Wahrheit erwartet uns erst nach der Wahl. Jetzt taucht schon wieder gaanz zufällig ein 'geheimes' Papier aus einem CDU - Ministerium auf. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651329,00.html Die Union scheint [...] mehr...
Das Verhältniswahlrecht läßt doch neuen Bewegungen überhaupt kleinen Raum. Herrschte es hierzulande, wären die Grünen bis heute nicht im Parlament. Das Wahlsystem ist schon weitgehend okay, es müßte nur mal überarbeitet und [...] mehr...
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