Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) steht wegen seines Umgangs mit seinem schweren Skiunfall in der Kritik. Jetzt hat sich der Witwer Bernhard Christandl zu Wort gemeldet, dessen Frau am Neujahrstag mit Dieter Althaus zusammenprallte. Die vierfache Mutter überlebte den Unfall nicht. Der Tod seiner Frau sei eine "zutiefst private Angelegenheit der Familie", wird er von seinem Anwalt Alexander Rehrl am Donnerstag in "Welt online" zitiert.
Nach Angaben des Anwalts war Bernhard Christandl über den Friedhofsbesuch von Althaus nicht informiert und hat erst durch seine Mutter davon erfahren. "Von einem freundschaftlichen Kontakt zwischen Herrn Christandl und Herrn Althaus ist mir bis auf zwei Briefwechsel ebenfalls nichts bekannt."
Die zivilrechtliche Auseinandersetzung zwischen der Familie Christandl und Althaus ist weiterhin offen. Dabei geht um die Betreuungskosten für den einjährigen Sohn, den der Witwer in seinem Wohnort in Virginia Beach (USA) allein großziehen muss. Nach Information von "Welt online" hat Althaus bereits 40.000 Euro an Schadenersatzansprüchen beglichen.
Strafrechtlich war Althaus im Frühjahr in einem Blitzverfahren wegen fahrlässiger Tötung zu einer Strafe von 33.300 Euro verurteilt worden. Für ihn gilt eine milde Art der Vorstrafe, die nicht ins Führungszeugnis eingetragen wird.
ore/dpa
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