Kabul - Die Gewalt gegen die internationale Schutztruppe Isaf in Afghanistan hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Bei einem Anschlag in Südafghanistan sind am Dienstag vier US-Soldaten getötet worden. Ein Isaf-Sprecher teilte mit, die Patrouille der Soldaten sei "in einer der gefährlichsten Gegenden Afghanistans" in eine Sprengfalle geraten. In der Region seien die Taliban besonders aktiv.
Damit sind in diesem Monat nach Angaben des Internetdienstes icasualties.org bereits 63 ausländische Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen - unter ihnen 41 UD-Soldaten. Der gewalttätigste Monat seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 war demnach der vergangene Juli mit 76 getöteten ausländischen Soldaten. 2009 ist damit außerdem das verlustreichste Jahr für die Nato-Truppen: 295 Soldaten sind demnach im laufenden Jahr ums Leben gekommen. 2008 waren es 294.
Erst am Sonntag waren drei Nato-Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen. Einer aus den USA und zwei aus Estland.
In den vergangenen Tagen hatten Nato-Befehlshaber in Afghanistan wiederholt US-Präsident Barack Obama darum gebeten, mehr Truppen und Ausrüstung für den Kampf gegen die erstarkenden Taliban zur Verfügung zu stellen. Besonders im Osten des Landes nahe der Grenze zu Pakistan seien Verstärkungen nötig, sagte US-General Curtis Scaparotti, der Kommandeur der östlichen Streitkräfte, am Sonntag dem US-Gesandten Richard Holbrooke. Generalstabschef Admiral Mike Mullen hatte sich bei CNN ähnlich geäußert: "Es ist ernst und verschlechtert sich weiter."
Die wachsende Gewalt in Afghanistan hat den Druck auf Präsident Obama erhöht, eine Aufstockung der Truppen zu erwägen. Dagegen dürfte sich jedoch Widerstand im Kongress sowie in der Öffentlichkeit regen.
Die Bundesregierung debattierte dagegen am Wochenende erstmals offen über ein Ende des Bundeswehreinsatzes in dem zentralasiatischen Land. Außenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte an, im Fall eines Wahlsiegs der SPD mit der neuen afghanischen Führung über ein Datum für den Abzug der Bundeswehr verhandeln zu wollen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, Deutschland wolle nicht "auf immer und ewig" in Afghanistan bleiben.
ffr/dpa/Reuters/AP
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Die Wirklichkeit ist doch die, daß sowohl OEF Truppen in AFG kämpfen und ISAF Truppen den angeblichen "Frieden" sichern, oder hab ich da was falsch verstanden? ---Zitatende--- Ich denke mal eher, Sie haben wie üblich [...] mehr...
Die Wirklichkeit ist doch die, daß sowohl OEF Truppen in AFG kämpfen und ISAF Truppen den angeblichen "Frieden" sichern, oder hab ich da was falsch verstanden? Das ISAF angegriffen hätte, habe ich nicht [...] mehr...
Einzig und allein Karsai und die seinen brauchen die Unterstützung der USA und seiner Vasallen. Gegen sie richtet sich der Hass der Afghanen genauso wie gegen die Besatzer. Die Bevölkerung Afghanistans hat sicherlich inzwischen [...] mehr...
Schlimmer als das, was jetzt in Afghanistan vorherrscht, kann es nicht werden, derweil die Afghanen die Massenvernichtungswaffen, worüber ihre Besatzer verfügen und auch einsetzen, nicht besitzen. Ein Bürgerkrieg wird überdies [...] mehr...
"Seit November 2001 beteiligt sich Deutschland unter anderem mit Seestreitkräften und Spezialkräften an der Operation ENDURING FREEDOM (OEF) zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus." (Weißbuch 2006 zur [...] mehr...
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