Hamburg/Berlin - Die Linkspartei hat nach ihren Wahlerfolgen in Thüringen und im Saarland auch in Umfragen zur Bundestagswahl deutlich zugelegt. Im Wahltrend von "Stern" und RTL gewann sie in einer Woche vier Punkte und liegt jetzt bei 14 Prozent. Es ist für die Linke, die einen sofortigen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan fordert, der beste Forsa-Wert in diesem Jahr. In der Allensbach-Umfrage für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom Mittwoch legte sie zwei Punkte auf 11,5 Prozent zu.
In der Forsa-Umfrage büßt die Union einen Punkt auf 35 Prozent ein, ihr Wunschpartner FDP hält sich bei 14 Prozent. Eine schwarz-gelbe Koalition erreicht damit zusammen 49 Prozent - der schlechteste Wert seit der zweiten Januarwoche.
Die SPD verliert einen Punkt und kommt nun auf 21 Prozent, auch die Grünen verlieren in der Wählergunst und fallen um zwei Punkte auf zehn Prozent. SPD, Grüne und Linke erreichen gemeinsam 45 Prozent, ein Punkt mehr als in der Woche zuvor. Dank des Zugewinns der Linken verkürzt sich der Abstand eines rot-rot-grünen Bündnisses zu Schwarz-Gelb von sechs auf vier Punkte.
Bei Allensbach büßen Union, SPD und Grüne gegenüber der Vorwoche je einen halben Punkt ein, die FDP einen Punkt. Demnach könnte die Union mit 35,0 Prozent rechnen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, ihr Wunschpartner FDP mit 13,0 Prozent. Die SPD sackt auf 22,5 Prozent ab, die Grünen auf 13,0 Prozent. Ein schwarz-gelbes Bündnis käme demnach auf 48 Prozent, das linke Lager auf 47 Prozent.
Merkel verliert in Wählergunst
Forsa-Chef Manfred Güllner erklärte die starken Gewinne für die Linkspartei vor allem mit der Diskussion über rot-rote Bündnisse im Saarland und in Thüringen. Wenn die SPD jetzt die Schleusen nach links öffne, mache sie die Linke salonfähig, sagte er laut "Stern". Viele Wähler würden dann gleich zu den "radikalen Vereinfachern" gehen. Einer Analyse seines Instituts zufolge könne die Linke inzwischen in allen westlichen Bundesländern bei der Wahl am 27. September mit mehr als fünf Prozent rechnen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt im direkten Vergleich mit ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier (SPD) zwar weiterhin mit 53 Prozent zu 20 Prozent weit vorn. Allerdings verringerte sich der Abstand auch hier im Vergleich zur Vorwoche um sechs Prozentpunkte.
Für die Sonntagsfrage befragte Forsa 2502 Bundesbürger zwischen dem 1. und 7. September, die Daten der Allensbach-Umfrage wurden zwischen dem 26.8. und 2.9. erhoben.
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amz/dpa/AFP/Reuters/ddp
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Damit sind Sie ziemlich exakt auf FDP-Kurs... mehr...
Vorgezogene Neuwahlen in spätestens zwei Jahren, sind so unwahrscheinlich nicht. Was heißt "Steuerlügerei". ;-) Ich würde da eher von einem kreativen Steuer*ei* sprechen. Gestern abend wurden alle angekündigten [...] mehr...
3,2% Zunahme im Gesamtergebnis im Vergleich zur letzten Wahl, macht für die Linken eine Verbesserung von gut 36%, in Brandenburg zweitstärkste Partei...wo sehen sie da die Wunden? mehr...
Da sehen Sie es: Auch ein guter Teil dieser Leute ist intelligent genug zu durchschauen, daß es mit unserer Wirtschaft UND damit auch der Situation der Arbeitnehmer nur dann aufwärts gehen kann, wenn der Mittelstand gestärkt [...] mehr...
Die Frage ist auch, wie lange wir nun Schw/Gelb ertragen müssen, bis auch der letzte Idiot (12% der Arbeiter und 10% der Arbeitslosen haben angeblich FDP gewählt-->nur die dümmsten Kälber...) bemerkt, dass es so nicht [...] mehr...
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