Frankfurt am Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stellt sich vor Mesut Özil. Der DFB erwägt wegen der rassistischen Attacken gegen den Nationalspieler von Pokalsieger Werder Bremen eine Klage gegen den NPD-Pressesprecher Klaus Beier.
"Wir werden den Fall in enger Abstimmung mit Werder Bremen und Mesut Özil juristisch prüfen lassen", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger dem Berliner Tagesspiegel: "Wir sind stolz darauf, dass Mesut Özil deutscher Nationalspieler ist. Dies ist das Zeichen für das Deutschland, das sich der DFB wünscht - ein freies, tolerantes und selbstbewusstes Land, in dem kein Platz für nationalistisches Denken und Rassismus ist, wie es die Wirrköpfe der NPD zu verbreiten versuchen."
NPD-Mann Beier hatte am Dienstag in einer Fernsehsendung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) gesagt, der türkischstämmige Özil sei "ein Plaste-Deutscher, sprich ein Ausweis-Deutscher", und hatte damit bundesweit für Empörung gesorgt.
Die Staatsanwaltschaft Potsdam teilte mit, sobald ein Strafantrag eingehe, werde ein Ermittlungsverfahren gegen Beier eingeleitet. In Justizkreisen hieß es, die Äußerung Beiers über Özil sei "durchaus als Beleidigung zu werten". Özil sei bisher noch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen gewesen, berichtete das Blatt.
Beier war bereits im April vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen Hetze gegen den dunkelhäutigen Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela (Borussia Dortmund) zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
als/sid/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
Mal noch zwei Unterschiede: 1. Die Anteile in % an der Gesamtbevölkerung sind an den von Ihnen genannten Orten wesentlich geringer, als umgekehrt in D. 2. Die von Ihnen genannten Deutschen leben vermutlich zu 99,99% von [...] mehr...
Man muss den Feind studieren, um ihn zu kennen. Und am besten studiert man ihn, wenn er sich zeigt (zB als ewig-gestrigen-Partei). Im Untergrund mit Guerilla-Taktik - daran scheitert der demokratische Rechtsstaat, dann gehen wir [...] mehr...
Es sind keine ethnischen Ghettos, by the way, sondern Armutsghettos. Man sollte nicht die deutsch-Deutschen unter den Tisch fallen lassen, die auch in den entsprechenden Vierteln (über-)leben müssen. Es war immer schon eine [...] mehr...
Was machen Deutsche, die ins Ausland emigrieren? Sie bleiben unter sich, eröffnen einen Biergarten, gründen einen Fastnachtsverein, kaufen Sauerkraut und Würstchen bei "ihrem" Laden ein und ziehen Jägerzäune um ihre [...] mehr...
...ich denke, das war ein Mißverständnis. Ich hatte es tatsächlich nicht herablassend gemeint und ich finde es gut, daß Sie sich zu dem Thema nochmal gemeldet haben. Hätte wohl nicht jeder getan. Bin Ihrem Hinweis gefolgt und [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
| alles zum Thema Rechtsextremismus | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH