Hamburg - Deutschland hat 299 Wahlkreise - wissen Sie, wer Ihre Direktkandidaten sind? Welche Positionen vertreten sie? Was verdienen sie mit Nebentätigkeiten? Auf SPIEGEL ONLINE können Sie über Abgeordnetenwatch alle Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2009 öffentlich befragen. Außerdem finden Sie hier eine Arbeitsbilanz der Bundestagsabgeordneten für die vergangenen vier Jahre: Wie haben sie auf die insgesamt fast 40.000 Bürgerfragen reagiert? Wie haben sie sich bei wichtigen Parlamentsentscheidungen verhalten? Welchen Nebentätigkeiten sind sie nachgegangen?
Informieren Sie sich auf den Profilseiten!
Jeder Politiker verfügt über eine eigene Profilseite (siehe Fotostrecke), wo Sie die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen. Eine Übersicht zeigt die Grundangaben zu dem Politiker und seinen öffentlichen Schriftwechsel mit den Bürgern. Hat ein Bewerber für die Bundestagswahl beim Kandidaten-Check von SPIEGEL ONLINE und Abgeordnetenwatch mitgemacht, können Sie dort auch seine Stellungnahme zu 32 politisch relevanten Thesen nachlesen. Und wenn Sie wissen wollen, was Ihr Volksvertreter nebenher verdient, klicken Sie einfach auf die Profile der 611 Bundestagsabgeordneten, die ihr Mandat offiziell noch bis zum 27. September innehaben.
Befragen Sie Ihre Bundestagskandidaten!
So geht's: Geben Sie auf der Startseite Ihre Postleitzahl in das Suchfeld ein. Dann werden Ihnen die Direktkandidaten aus ihrem Wahlkreis angezeigt. Ihre Frage können Sie auf der Profilseite des Politikers stellen, im unteren Teil gibt es ein Frageformular. Sobald er oder sie geantwortet hat, schickt Ihnen Abgeordnetenwatch.de einen Hinweis, und die Antwort erscheint öffentlich im Kandidatenprofil.
Stöbern Sie in den Stellungnahmen der Volksvertreter!
Sie möchten die Position von Franz Josef Jung zum Einsatz in Afghanistan wissen? Oder die von Oskar Lafontaine? Über den Menüpunkt "Bundestag" (siehe Fotostrecke) gelangen Sie zu allen 611 Volksvertretern des Bundestags.
Verfolgen Sie das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten!
Wer hat dem Banken-Rettungspaket zugestimmt? Wer will auf keinen Fall, dass künstliches Heroin kontrolliert an Schwerstabhängige ausgegeben wird? Wer steht der Rente mit 67 kritisch gegenüber, wer ist gegen Internetsperren? Unter dem Punkt "Abstimmungen" finden Sie die wichtigsten Entscheidungen des Bundestages und die Namen derer, die sie mittragen - oder eben nicht.
Was ist Abgeordnetenwatch?
Abgeordnetenwatch ist ein Projekt des gemeinnützigen Parlamentwatch e.V., der sich in erster Linie durch private Spenden trägt. Regelmäßige Förderbeiträge von öffentlichen Institutionen erhalten die Hamburger nicht.
Seit Dezember 2006 bringt Abgeordnetenwatch Transparenz in den oft undurchsichtigen Berliner Politikbetrieb. Bis dahin waren Abgeordnete lediglich per privater E-Mail und unter Ausschluss der Öffentlichkeit ansprechbar, ihr Abstimmungsverhalten schlummerte versteckt in Parlamentsprotokollen.
Knapp zwei Jahre später konnten die Bürger erstmals die 99 deutschen Europaabgeordneten unter die Lupe nehmen, daneben sind die Abgeordneten des Hamburger Landesparlaments befragbar. Auch aus dem Wahlkampf ist die digitale Sprechstunde inzwischen nicht mehr wegzudenken: Seit der Bundestagswahl 2005 können die Bürger ihre Wahlkreiskandidaten bei allen Wahlen auf Bundes-, Landes- und Europaebene auf ihre politischen Positionen abklopfen.
Nach anfänglicher Skepsis haben sich die allermeisten Politiker mit dem öffentlichen Internet-Dialog arrangiert. Die Wahrscheinlichkeit, als Bürger auf seine Frage auch eine Antwort zu erhalten, ist äußerst hoch: Seit dem Start des Portals vor gut drei Jahren haben die Bundestagsabgeordneten 85,8 Prozent der insgesamt 39.646 Fragen öffentlich beantwortet. Nachzulesen sind die Aussagen der Politiker und das Abstimmungsverhalten auch Jahre später noch im Abgeordnetenwatch-Archiv, einem "virtuellen Wählergedächtnis".
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