Berlin - "Ihr wisst, dass Übertretungen ihren Urheber zu Fall bringen und dass Unrecht ein tödliches Nachspiel hat", sagt Osama Bin Laden, Gründer und Chef des Terrornetzwerks al-Qaida, in der rund fünf Minuten langen, in Arabisch gehaltenen Ansprache, die am Freitagnachmittag veröffentlicht wurde und die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die europäischen Soldaten, die als Teil des Nato-Kontingents in Afghanistan stationiert sind, begingen aber solches Unrecht, sagt der Saudi-Araber weiter, indem sie nämlich Unschuldige töteten.
Das Band mit dem Titel "Botschaft an die europäischen Völker" enthält keine expliziten Terrordrohungen. Auch wird Deutschland, das in den vergangenen Tagen mehrfach Ziel von Drohungen verschiedener Qaida-Kader gewesen war, nicht herausgehoben. Allerdings veröffentlichte al-Qaidas Medienabteilung die Ansprache mit deutschen Untertiteln - was ungewöhnlich ist.
Der Terrorpate erklärt in dem Band weiter, dass er den Abzug aus Afghanistan verlange. Diese Forderung sei weder "etwas Unrechtmäßiges noch etwas Abwegiges". Zugleich wirft er den USA und den Europäern vor, heuchlerisch mit Menschenrechten und anderen Werten umzugehen.
Zweite Botschaft an die Europäer
An einer Stelle fragt Bin Laden rhetorisch und mit Blick auf von der Nato getötete Zivilisten: "Wie stellt ihr euch unsere Reaktion vor?" Aber auch hier erfolgt keine ausdrückliche Drohung mit Anschlägen in Europa. In einer anderen Passage allerdings bezieht er sich kurz auf die Terroranschläge von London 2005 und Madrid 2004. Dies seien eine Lehre und zudem nachvollziehbar, wenn man betrachte, wie die USA in Afghanistan mit gefangen genommenen Taliban umgegangen seien. Ebenso spielt der Begriff Vergeltung eine wichtige Rolle in der kurzen Ansprache.
Eine kurze Passage des Bandes lässt sich als Anspielung auf Deutschland verstehen: Während Bin Laden darin über die Wirtschaftskrise spricht, erwähnt er auch "Europas Herz", das die "Führung der Exportweltrangliste" verloren habe. Aber sollte dies eine Anspielung sein, so wird sie nicht mit einer konkreten, sondern sehr vagen Ankündigung verknüpft - dass nämlich nach dem Abzug der Amerikaner aus Afghanistan die Vergeltung der "Unterdrückten" kommen werde.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Bin Laden an die Europäer wendet, er hatte dies bereits 2004 getan und ein Waffenstillstandsabkommen angeboten, als dessen Voraussetzung er nannte, dass die Europäer ihre Soldaten aus allen islamischen Staaten abziehen.
Eine unabhängige Bestätigung für die Echtheit der Aufnahme liegt noch nicht vor. Sie wurde am frühen Freitagnachmittag auf einer arabischen Terror-Website veröffentlicht, die al-Qaida seit langem für ihre Zwecke nutzt. Veröffentlichungsort und -modus sowie die Stimme sprechen eher für eine authentische Aufnahme. Es handelt sich um ein Video, es werden aber keine neuen Bewegtbilder des Qaida-Chefs gezeigt. Lediglich sein Standbild wird eingeblendet, im Hintergrund ist eine Europakarte zu sehen. Dazu werden deutsche Untertitel eingeblendet; es gibt aber auch eine Version mit englischen Untertiteln.
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Was Sie als "Interpretationsentwürfe" bezeichnen, sind doch oft nicht mehr als hanebüchene Behauptungen, Lügen und Hirngespinste. Als Diskussionsgrundlagen dienen diese Beiträge sowieso nicht. mehr...
Ach. Wen haben die USA denn sonst noch so alles gegründet? Alles mit dem sie mal verhandelt haben? Jetzt wird mal ein eigener Gedanke versucht und das geht gleich so daneben. mehr...
Wo die Argumente nicht reichen, kommen die Unterstellungen. Aber zur Sache nie ein eigener Gedanke, sondern immer nur links. PS. Sie können ruhig mal wieder damit aufhören, permanent zu versuchen, mir pns zu schicken, die ich [...] mehr...
Sie verkürzen ein Zitat aus einer seriösen Quelle mit brisanten Informationen zum Anschlag von Madrid zu "bla bla bla" und weichen einer eigenen Deutung der Informationen aus beiden Quellen mit einer plumpen [...] mehr...
Nun ja, bei Ihren seltsamen Beiträgen weiß man zwar sehr genau, was Sie aussagen wollen und ehrlich gesagt habe ich auch nichts dagegen, mich mit professionellen Spin-Doktoren auszutauschen, aber Sie sollten nicht so tun, als [...] mehr...
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