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29.09.2009
 

Wahldebakel

Steinmeier verzichtet auf SPD-Parteivorsitz

SPD-Personal: Spitzengenossen rücken Stühle
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Umbruch in der SPD-Parteispitze: Franz Müntefering gibt den Vorsitz ab, der gescheiterte Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier verzichtet auf das Amt. Nun könnte der Weg für Sigmar Gabriel frei sein. Auch Steinbrück und Heil kandidieren nicht mehr für ihre Posten.

Berlin - Franz Müntefering verzichtet auf den Vorsitz der SPD, doch auch Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier erhebt keinen Anspruch, das Amt zu übernehmen. Ein Zitat Steinmeiers in der Fraktionssitzung an diesem Dienstag verdeutlichte das: "Es ist mein Vorschlag, dass wir darauf achten, dass wir die Neuordnung der Partei auf mehrere Schultern verteilen", sagte er nach Informationen von SPIEGEL ONLINE.

"Ich habe mich gefragt: Ist es meine Verantwortung, mich aus derselben zu stehlen oder weiter mitzuhelfen und zu stabilisieren? Ich habe mich für das zweite entschieden." Diese Aussage wiederum wurde als Hinweis darauf gewertet, dass Steinmeier den Fraktionsvorsitz übernehmen und Oppositionsführer werden will.

Nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen soll der bisherige Umweltminister Sigmar Gabriel Nachfolger von Parteichef Franz Müntefering werden. Ihn brachten sowohl Vertreter der Parteilinken wie der Parteirechten als Wunschkandidaten ins Spiel.

Ob Steinmeier tatsächlich Fraktionschef wird, ist noch nicht ausgemacht. Dennoch ist er, so scheint es, derzeit der einzige, der eine Mehrheit für den Posten hinter sich bringen kann. Natürlich gibt es Zweifel, ob er, der Mann der Exekutive, als Oppositionsführer dem Chefpopulisten Oskar Lafontaine von der Linkspartei Paroli bieten kann. Aber flügelübergreifend wird Steinmeiers Einsatz im holprigen Wahlkampf geschätzt. Als Hauptverantwortlicher des Desasters wird Parteichef Franz Müntefering genannt. Und dass ein bisschen Kontinuität in diesen turbulenten Zeiten nicht schaden kann, hört man auch von vielen Abgeordneten und Parteifunktionären.

Auch andere Ämter in der Parteispitze werden frei. Peer Steinbrück will nicht mehr als Parteivize kandidieren, Hubertus Heil stellt seinen Posten als Generalsekretär zur Verfügung.

Andrea Nahles könnte SPD-Generalsekretärin werden

Steinbrück sagte am Dienstag, er verabschiede sich aus der "ersten und zweiten Reihe" der Bundespolitik und mache Platz für Nachwuchskräfte. Er verzichte auf alle Ämter in der neu gewählten Bundestagsfraktion. Der bisherige Finanzminister war neben Frank-Walter Steinmeier und Andrea Nahles Stellvertreter von Parteichef Franz Müntefering. Nach 16 Jahren als Landesminister, Ministerpräsident und Bundesminister bitte er um "Verständnis, dass ich über meine eigene freie Zeit etwas freier verfügen möchte".

Auch Heil will beim Parteitag in Dresden Mitte November nicht mehr als Generalsekretär kandidieren. Er sagte, er wolle sich künftig auf seine Arbeit als Abgeordneter im Bundestag konzentrieren. Der Rückzug Heils vom Generalsekretärsposten war zuvor erwartet worden. Als Nachfolgerin ist SPD-Vize Andrea Nahles im Gespräch.

Heils Einfluss hatte bereits mit der Rückkehr von Franz Müntefering als Parteichef und der Berufung von Kajo Wasserhövel zum Bundesgeschäftsführer vor einem Jahr an Bedeutung verloren. 2005 war er auf Vorschlag des damaligen SPD-Chefs Matthias Platzeck im Alter von 33 Jahren Generalsekretär geworden.

ffr/vme/dpa/AP

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Die neuesten Beiträge:
14.10.2009 von Alka Wumm:

Ach, richie, selbst wenn der Transferleistungsempfänger sein gesammtes Einkommen aufgrund von Zinszahlungen an einen bösen Reichen transferiert, dann ist das immer noch keine Umschichtung von unten nach oben sondern höchstens [...] mehr...

14.10.2009 von Alka Wumm:

Wie wollen Sie das beurteilen können? Gehören Sie zu den oberen 10% und lachen Sie? Machen Sie das ruhig. Wundern Sie sich dann aber bitte nicht warum der Wähler manch anderen ebenfalls ignoriert. mehr...

14.10.2009 von schlob:

besser wäre es gewesen,eine einzige these herauszugreifen- und zu widerlegen.- ich darf aus ihrem bla bla schliessen ,dass sie dazu nicht in der lage sind.- war schröder nicht an hartzIV beteiligt?- hat er nicht den [...] mehr...

14.10.2009 von richie:

Genauso, wie Sie vorher allen mit hohem Einkommen (was ist das eigentlich?) eine hohe Leistung unterstellt haben. Dann war Ihr Beitrag folglich auch billigster Populismus. Sie können nicht anderen Pauschalisierung vorwerfen, [...] mehr...

14.10.2009 von friedrich_eckard:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,655006,00.html Woher die Populärität des Freihernn von und zu herrührt, weiss der Henker. Aber da hier offenbar die Optik eine massgebliche Rolle spielt, hätte dem die SPD [...] mehr...

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