Hamburg - Ginge es nach Meinung der Bundesbürger, sollte Guido Westerwelle nicht das Auswärtige Amt übernehmen. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage für das Magazin "Stern" wünschen sich nur 28 Prozent der Befragten den FDP-Chef als Außenminister. 46 Prozent sind der Meinung, er solle besser ein anderes Ressort übernehmen, zum Beispiel das Wirtschafts- oder das Bildungsministerium. Bei den Anhängern der FDP zeigt sich dieser Wunsch noch deutlicher: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) sähe Westerwelle lieber in einem anderen Ministerium.
Westerwelle gilt als gesetzt für den Posten im Auswärtigen Amt. Er selbst hat sich zu Spekulationen über seinen künftigen Arbeitsplatz aber nicht öffentlich geäußert. Bei einer Pressekonferenz am Tag nach der Bundestagswahl hatte zu diesem Thema geschwiegen und sich geweigert, eine auf Englisch gestellte Frage zu beantworten.
Forsa befasste sich für den "Stern" auch mit der SPD. Nur 32 Prozent der Deutschen erwarten demnach, dass der designierte SPD-Chef Sigmar Gabriel seine Partei aus der Krise führen kann. Unter den SPD-Anhängern trauen Gabriel 44 Prozent eine erfolgreiche Arbeit zu - 39 Prozent dagegen nicht. Aber: 57 Prozent der Befragten halten Gabriel für kompetent und schlagfertig, 54 Prozent meinen, er habe Visionen für die Zukunft.
Gabriels künftige Generalsekretärin Andrea Nahles bekommt mehr Vorschusslorbeeren. 48 Prozent der Bürger glauben, dass sie ihren Job gut machen werde, nur 24 Prozent bezweifeln das. Von den SPD-Sympathisanten erwarten 58 Prozent, dass Nahles eine gute Generalsekretärin wird.
Die Zustimmungswerte für die SPD allerdings sinken weiter. Eineinhalb Wochen nach der Bundestagswahl hat die SPD in der Wählergunst noch einmal verloren. In der Umfrage kommen die Sozialdemokraten auf 22 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als am Wahltag. Auch Grüne und FDP verlieren in der Umfrage jeweils einen Prozentpunkt und liegen bei zehn und 14 Prozent. Linke und Union gewinnen dagegen jeweils einen und liegen nun bei 13 und 35 Prozent.
Für die Erhebung hatte Forsa vom 28. September bis zum 2. Oktober 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt. Den Werten zur neuen SPD-Führung und zur Zukunft Guido Westerwelles liegen die Antworten von 1001 Befragten vom 1. und 2. Oktober zugrunde.
ffr/dpa/ddp/AP
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Liebe Forums-Teilnehmer, bitte diskutieren Sie dieses Thema im folgenden Forum weiter: 'Schafft die neue SPD-Spitze die Wende?' Sie finden es unter http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=9318. Danke, sysop mehr...
Es ist blos merkwürdig, das Schröder der SPD zweimal in die Kanzlerschaft führte und beim dritten mal zumindest in die Regierungskoalition. Die "vereinigte Linke" ist von beidem meilenweit enfernt - linksextreme [...] mehr...
Ist ja gut, andreas, wir werden Sie ja weiter durchfüttern, damit Sie ausreichend Zeit haben, Ihre neidzerfressenen Phrasen hier im Internet zu verbreiten, Kein Grund zur Aufregung... mehr...
Genau so ist es aber, auch wenn Sie offensichtlich den Wunsch haben, Ihr eigenes Versagen der Gesellschaft in die Schuhe zu schieben. Bildungsangebote, die zahlreich und in guter Qualität zur Verfügung stehen (auch wenn es [...] mehr...
Der typische FDP-Slang. Dass wirtschaftsliberal bewegte Menschen Probleme mit dem Sozialsystem haben, hat bereits ein berühmter geistiger Vorturner dieser Spezies in schöner Offenheit kundgetan. Friedrich August von Hayek hat [...] mehr...
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