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07.10.2009
 

Terror-Razzia in Berlin

Polizei durchsucht Wohnungen von Islamisten

Am frühen Morgen hat die die Polizei in Berlin 26 Wohnungen gewaltbereiter Extremisten durchsucht. Die Ermittlungen richten sich nach Informationen von SPIEGEL ONLINE eine Gruppe junger Männer, die Pläne für einen Mord im Ausland geschmiedet haben sollen.

Berlin - Die Polizei durchsucht seit Mittwochmorgen in einer großangelegten Terrorrazzia mehrere Wohnungen "im Umfeld gewaltbereiter Islamisten" in Berlin. Das bestätigte ein Polizeisprecher in der Hauptstadt.

Die Durchsuchungen in den Bezirken Kreuzberg und Neukölln laufen seit 6 Uhr morgens und waren am späten Vormittag noch nicht ganz abgeschlossen. Festnahmen habe es nicht gegeben, hieß es in Behördenkreisen.

Hintergrund ist nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Berlin. Dabei geht es um den Verdacht, dass eine Gruppe von drei jungen Arabern aus Berlin einen Mord im Ausland planten. Vermutlich arbeiteten sie an einem Anschlag im kaukasischen Tschetschenien oder in Russland selber.

Bei den Durchsuchungen konzentrierte sich die Staatsanwaltschaft auf das persönliche Umfeld der drei Araber. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Hinweise auf die Gruppe hatte die Staatsanwaltschaft aus dem Ausland erhalten und umgehend Ermittlungen begonnen. Bei den Recherchen geht es auch um die Schleusung von Dschihad-Rekruten in Terrortrainingslager. Mindestens zwei Personen aus dem Umfeld der Gruppe sollen bereits in Richtung der Lager ausgereist seien. Dass Islamisten von Deutschland aus in solche Lager reisen, beobachten die Behörden mit großer Sorge.

Die Sprecherin des Berliner Innensenators Ehrhardt Körting (SPD) sagte SPIEGEL ONLINE, dass es "keine konkreten Hinweise auf Anschläge in Deutschland oder Planungen dazu" gebe. Mit den kürzlich veröffentlichten Terrordrohungen per Video, wegen der die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland erhöht wurden, habe die Razzia nichts zu tun.

Bei der Razzia wurden insgesamt 26 Wohnungen durchsucht. Die Berliner Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht zu der Razzia. Sie wollte im Laufe des Tages eine offizielle Presseerklärung zu den Durchsuchungen abgeben.

mgb

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15.10.2009 von alfredoneuman:

Was Sie als "Interpretationsentwürfe" bezeichnen, sind doch oft nicht mehr als hanebüchene Behauptungen, Lügen und Hirngespinste. Als Diskussionsgrundlagen dienen diese Beiträge sowieso nicht. mehr...

15.10.2009 von BillBrook:

Ach. Wen haben die USA denn sonst noch so alles gegründet? Alles mit dem sie mal verhandelt haben? Jetzt wird mal ein eigener Gedanke versucht und das geht gleich so daneben. mehr...

15.10.2009 von BillBrook:

Wo die Argumente nicht reichen, kommen die Unterstellungen. Aber zur Sache nie ein eigener Gedanke, sondern immer nur links. PS. Sie können ruhig mal wieder damit aufhören, permanent zu versuchen, mir pns zu schicken, die ich [...] mehr...

14.10.2009 von Nachtschwester Ingeborg:

Sie verkürzen ein Zitat aus einer seriösen Quelle mit brisanten Informationen zum Anschlag von Madrid zu "bla bla bla" und weichen einer eigenen Deutung der Informationen aus beiden Quellen mit einer plumpen [...] mehr...

14.10.2009 von Nachtschwester Ingeborg:

Nun ja, bei Ihren seltsamen Beiträgen weiß man zwar sehr genau, was Sie aussagen wollen und ehrlich gesagt habe ich auch nichts dagegen, mich mit professionellen Spin-Doktoren auszutauschen, aber Sie sollten nicht so tun, als [...] mehr...

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Terrorpropaganda gegen Deutschland

Al-Qaida

Osama Bin Ladens Terrornetzwerk al-Qaida hat die Erwähnungen und direkte Ansprache Deutschlands in seiner Propaganda massiv gesteigert. Mittlerweile präsentiert al-Qaida sogar einen aus Deutschland stammenden Terrorwerber, den 32 Jahre alten Bekkay Harrach aus Bonn, der sich 2007 der Organisation angeschlossen haben soll. Im Januar 2009 erklärte Harrach alias "Abu Talha" in seiner Rede "Das Rettungspaket für Deutschland", dass die Bundestagswahl am 27. September eine einmalige Gelegenheit sei, sich vom Afghanistan-Einsatz abzuwenden. Deutschland könne anderenfalls nicht ernsthaft glauben, ungeschoren zu bleiben. Im Februar 2009 sprach er über die Finanzkrise, verzichtete aber auf Terrordrohungen. Am 18. September 2009 kündigte er dagegen explizit Anschläge in Deutschland innerhalb von zwei Wochen nach der Wahl an, sollte von ihr nicht ein Signal für den Abzug aus Afghanistan ausgehen. Wenige Tage danach folgten zwei predigtähnliche Reden von ihm, "O Allah, ich liebe Dich" Teil 1 und Teil 2. Darin versuchte er, deutsche Muslime für den bewaffneten Kampf zu gewinnen.

Jenseits von Harrach gibt es zwei weitere Qaida-Videos, in denen Deutschland allgemein mit Vergeltung gedroht wird.

Osama Bin Laden hat sich unterdessen seit Jahren nicht mehr zu Deutschland geäußert. Am 25. September veröffentlichte er allerdings eine Rede an "die europäischen Völker". Darin drohte er zwar nicht ausdrücklich mit Terroranschlägen in Europa, forderte jedoch erneut einen Abzug aus Afghanistan und warnte vor Vergeltung.

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