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09.10.2009
 

Umfrage

Mehrheit glaubt an schwarz-gelbe Krisenmanager

Minister Guttenberg: 75 Prozent der Befragten wollen ím Kabinett sehenZur Großansicht
DPA

Minister Guttenberg: 75 Prozent der Befragten wollen ím Kabinett sehen

Ein Großteil der Bundesbürger hält Union und FDP insbesondere im Kampf gegen die Wirtschaftskrise für kompetent. Die Erwartungen an die künftige schwarz-gelbe Sozialpolitik sind dagegen eher gering. Drei Viertel der Befragten sähen Karl-Theodor zu Guttenberg gern im Kabinett.

Berlin - Als Minister in der künftigen Regierung wollen die Bundesbürger am liebsten den derzeitigen Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Noch-Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sehen. Das ergab der am späten Donnerstagabend veröffentlichte ARD-"Deutschlandtrend".

Zwei Drittel der Bundesbürger (68 Prozent) glauben, dass eine Koalition aus Union und FDP die richtige Regierung ist, um für neues Wirtschaftswachstum zu sorgen, ergab die für die ARD-"Tagesthemen" gemachte Umfrage von Infratest dimap. Außerdem ist Schwarz-Gelb nach Ansicht von 58 Prozent der Befragten die richtige Wahl, um die Folgen der Wirtschaftskrise zu bewältigen.

In der Sozialpolitik trauen die Menschen in Deutschland Union und FDP dagegen nicht besonders viel zu. 53 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass eine Koalition aus Union und FDP nicht die richtige Regierung ist, um für soziale Gerechtigkeit zu sorgen.

Wer soll in der neuen Bundesregierung Minister werden? Neben Guttenberg (75 Prozent) und von der Leyen (68 Prozent) wollen die Menschen in Deutschland gerne FDP-Chef Guido Westerwelle (67 Prozent) und Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU, 52 Prozent) im Kabinett haben. Geringe Zustimmung gibt es dagegen für die weniger bekannten Peter Ramsauer (CSU-Landesgruppenchef, 23 Prozent) und FDP-Generalsekretär Dirk Niebel (17 Prozent).

Einer Emnid-Umfrage für den Sender N24 zufolge ist nur etwa jeder dritte Bundesbürger für eine große Steuerreform. Hingegen gaben 59 Prozent der Befragten an, dass kleinere Korrekturen beim Steuersystem reichen würden. 68 Prozent sprachen sich dafür aus, dass der Kündigungsschutz nicht angetastet wird. Jeder zweite Befragte (53 Prozent) will auch nicht am umstrittenen Gesundheitsfonds rütteln. Für die Sicherheitsbehörden wünschen sich die meisten Bürger mehr Kompetenzen: 60 Prozent der Befragten sind für schärfere Maßnahmen im Bereich der Inneren Sicherheit.

Infratest dimap befragte von 5. bis 6. Oktober 1000 Menschen telefonisch. Emnid befragte am 7. Oktober rund tausend Menschen.

wit/dpa

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