Potsdam - Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Brandenburger Landtag, Kerstin Kaiser, macht ein Ministeramt für sich nicht zur Bedingung einer möglichen rot-roten Koalition. "Ich bestehe nicht darauf, in einer rot-roten Regierung Ministerin zu werden", sagte Kaiser am Sonntag in Potsdam.
Sie wolle damit ein Ausschlusskriterium an der SPD-Basis gegen eine gemeinsame Landesregierung von SPD und Linkspartei aus dem Weg räumen. Hintergrund der Debatte sind Stasi-Kontakte der Linken-Politikerin. Kaiser betonte, ihr gehe es darum, dass die Verhandlungen mit der SPD ohne Belastungen durch ihre frühere IM-Tätigkeit inhaltlich zu einem erfolgreichen Ende geführt werden könnten.
Die politischen Signale für Rot-Rot aus den Sondierungen mit der SPD bezeichnete Kaiser als positiv. Es gebe einen Wählerauftrag für einen Politikwechsel. "Der Ball liegt nun bei der SPD", sagte sie, der Ministerpräsident und die Linke seien aufgefordert, ihn "erfolgreich ins rot-rote Tor zu schießen".
Parteirat der SPD kommt zusammen
Am Montag will die brandenburgische SPD-Spitze nach einer vierten Sondierungsrunde mit CDU und Linkspartei entscheiden, mit wem Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden sollen. Dazu kommt am Abend der Parteirat der Landes-SPD in der Nähe von Potsdam zusammen.
Zuvor hatte am Wochenende die Verhandlungskommission der Linkspartei intern beraten. Kaiser hatte bislang nie ein Ministeramt beansprucht, galt aber als Spitzenkandidatin ihrer Partei automatisch als mögliche Anwärterin.
Die Slawistin war nach eigener Darstellung bereits als Schülerin als IM-Spitzel "Kathrin" gewonnen worden. Während ihres Studiums in der Sowjetunion forschte sie demnach Kommilitonen aus und berichtete aus Leningrad an einen Führungsoffizier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin. Die IM-Tätigkeit endete nach eigener Darstellung nach dem Abschluss des Studiums. Später distanzierte sich Kaiser davon.
Öffentliche Debatte
Mit der neuen öffentlichen Debatte darüber werde jetzt versucht, Rot-Rot zu torpedieren, indem ein Umstand instrumentalisiert werde, der lange vor den Landtagswahlen bekannt war, kritisierte Kaiser. Die 49-Jährige wies allerdings darauf hin, sie würde auch als Fraktionschefin mit am Kabinettstisch sitzen und an allen Regierungsentscheidungen beteiligt sein.
Die Linke war in Brandenburg am 27. September bei den Landtagswahlen mit 27,2 Prozent zweitstärkste Partei geworden. Die SPD erhielt bei den Landtagswahlen 33,0 Prozent, der bisherige Koalitionspartner CDU 19,8 Prozent. Ministerpräsident Matthias Platzeck sondiert seither mit beiden Parteien die Möglichkeit einer Regierungsbildung. Dabei hatte er Offenheit für einen Wechsel zu Rot-Rot erkennen lassen.
jdl/AFP/dpa
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Bevor Sie hier persönlich werden, sollten Sie sich ein wenig mit der von Ihnen so hart gescholtenen Person beschäftigen. Danach gehen Sie hoffentlich in Sackleinen und streuen Asche auf Ihr wirres Haupt. Unglaublich, was Sie [...] mehr...
Oh mein Gott.. ein Tausendprozentiger :D Sie gehören wohl zu den "zu-kurz-gekommenen" DDR Kulturrevolutionären die den Linksverkehr einführen wollten und bei Ampeln rot und grün tauschen wollten ...weil links und rot [...] mehr...
guggst Du hier... http://www.morgenpost.de/brandenburg/article1219289/Brandenburg-plant-Stasi-Check-ohne-Konsequenzen.html Jetzt machen die den gleichen Murks wie vor 10 Jahren, eine pusselige Ehrenkommission... [...] mehr...
Was hat das mit STASI zu tun? Ihnen scheint schlicht das Wahlergebnis nicht zu gefallen?! Solche pauschalen Verurteilungen erschweren doch nur eine echte Aufarbeitung! mehr...
Da kann man helfen. http://www.focus.de/politik/deutschland/stasi-hilfe-vom-henker_aid_182229.html mehr...
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