Berlin - Höhere Hürden bei Online-Durchsuchungen und eine Aussetzung der Internetsperren für Kinderpornografie: Die FDP kann in den Koalitionsverhandlungen bei wichtigen Streitpunkten der Inneren Sicherheiten Erfolge vermelden.
Die Unterhändler von Union und FDP erklärten nach der Sitzung der Koalitionsarbeitsgruppe Sicherheit/Justiz, man sei sich in allen wichtigen Sicherheitsthemen einig. Zuletzt hatten sich die künftigen Regierungspartner vor allem über Themen wie das BKA-Gesetz samt Online-Durchsuchungen, die Vorratsdatenspeicherung und die Internetsperren gegen Kinderpornografie gestritten.
Bei der Vorratsdatenspeicherung solle die Nutzung der Daten auf schwere Gefahrensituationen beschränkt werden, sagte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Bei den Internetsperren verständigten sich die Verhandlungspartner darauf, dass das Bundeskriminalamt (BKA) zunächst versuchen soll, kinderpornografische Seiten zu löschen, statt zu sperren. Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte, dies sei ein "echter Durchbruch". Nach einem Jahr solle der Erfolg dieser Maßnahme überprüft werden.
Für heimliche Online-Durchsuchungen von Computern Verdächtiger ist künftig eine Anordnung der Bundesanwaltschaft nötig. Zudem werden Online-Durchsuchungen nicht auf weitere Sicherheitsbehörden wie den Verfassungsschutz ausgeweitet.
Der Schutz von Berufsgeheimnisträgern wird von Strafverteidigern auf alle Anwälte ausgedehnt. Für andere Berufsgruppen wie Journalisten gibt es dem Kompromiss zufolge einen "Prüfauftrag", sagte der FDP-Innenexperte Max Stadler. E r hatte vor den entscheidenden Verhandlungen mehrfach die Erwartung geäußert, dass die Union nicht bei ihrer Ausgangsthese bleiben könne, dass alles von einer früheren Regierung Beschlossene als gegeben hingenommen werden müsse. "Wir sind ja gerade dafür gewählt worden, dass wir Änderungen und Verbesserungen anbringen", erklärte der Bundestagsabgeordnete aus Bayern.
Neu eingeführt werden soll eine Visa-Warndatei, allerdings strenger reglementiert als von der Union vorgesehen. Bei Verstößen gegen Visumsauflagen sollen der betroffene ausländische Bürger sowie dessen Einlader nach Deutschland erfasst werden. Die Union hatte vorgeschlagen, bereits bei einer bestimmten Zahl von Eingeladenen ohne konkrete Verdachtsmomente Daten zu erfassen. Hart blieb die FDP bei den Unionsplänen, die Bundeswehr auch im Inland bei Naturkatastrophen oder schweren Unglücken einzusetzen.
cte/dpa/AFP/AP/Reuters
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Da der aktuellste Thread ja geschlossen wurde (warum eigentlich?), nutze ich diesen hier. Das Thema "Überwachung des Internets" ist leider alles andere als erledigt. Vor ca. 2,5 Jahren wollte EU-Kommissar Franco [...] mehr...
Man schickt dem Betreiber eine eMail mit dem Betreff "Bitte Löschen". Funktioniert nachgewiesenermaßen in den meisten Fällen. mehr...
Erstmal abwarten, was a) im gesetz wirklich drin steht b) es bleiben die Befugnisse und intransparenz des BKA inkl Sperr/Löschlisten erhalten c) der Vertrag mit den Provider ebenso d) wie sich das ganze noch entwickelt, grade [...] mehr...
FDP: das war gut! Ich stufe euch hoch von "demokratie- und freiheitsfeindlicher Partei" zu "vielleicht doch nicht so ganz demokratie- und freiheitsfeindlicher Partei, für die noch Reste von Hoffnung bestehen". [...] mehr...
Fuer das Wahlvieh hats jedenfalls gereicht. Das Ganze war so hanebuechen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Zursel ihren eigenen Mist selbst geglaubt hat. Die ist nicht dumm, nur machtgeil. Nunja, schade eigentlich. [...] mehr...
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