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24.10.2009
 

Von Baden-Württemberg nach Brüssel

Oettinger soll EU-Kommissar werden

Günther Oettinger: bald in BrüsselZur Großansicht
dpa

Günther Oettinger: bald in Brüssel

Kanzlerin Merkel drückte sich bei der Präsentation des Koalitionsvertrags darum, den Namen zu nennen - doch inzwischen steht er fest: Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger soll neuer EU-Kommissar werden. Die Nachfolge des CDU-Politikers ist offen.

Berlin - Angela Merkel wich der Frage aus. "Was die Entscheidung des EU-Kommissars anbelangt, so ist sie gefallen", sagte die Kanzlerin an diesem Samstag bei der Präsentation des Koalitionsvertrages. Zum Namen schwieg sie - doch laut ZDF und der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich um Günther Oettinger. Baden-Württembergs Staatsminister Wolfgang Reinhart bestätigte die Meldung inzwischen.

Die Berufung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten gilt als Erfolg für Merkel, die den EU-Posten auf jeden Fall für einen CDU-Politiker sichern wollte. Die gesamte Kommission, also auch Oettinger, muss vom Europäischen Parlament bestätigt werden. Derzeit werden die Ämter in dem Gremium - der Exekutive der EU - neu besetzt, José Manuel Barroso wurde gerade wieder zum Präsidenten gewählt.

Die Amtszeit der bisherigen Kommission und damit auch des deutschen Kommissars Günter Verheugen endet am 31. Oktober. Der Sozialdemokrat ist Vizepräsident der EU-Kommission und zugleich für Industrie und Unternehmen zuständig. Um die Nachfolge hatte es in der Großen Koalition monatelangen Streit gegeben. Sowohl die Union als auch die SPD hatten den Posten für sich reklamiert.

Der Nachfolger von Oettinger, 56, als Ministerpräsident ist offen. Laut dpa soll der Landesverband die Frage selber regeln. Als wahrscheinlicher neuer Mann an der Spitze gilt CDU-Landtagsfraktionschef Stefan Mappus.

Oettinger ist seit April 2005 Ministerpräsident in Baden-Württemberg und Chef der dortigen Landes-CDU. Der 56-Jährige wurde in Stuttgart geboren und studierte in Tübingen Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft. Von 2007 bis 2009 leitete er zusammen mit dem damaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Struck die Föderalismuskommission, die unter anderem das Konzept für die inzwischen im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse erarbeitete.

ler/dpa/AP

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24.11.2009 von Henner Dehn:

Richtig, da Ihre Genossen von der SPD ja auch nichts Grossartiges zu kritisieren haben, denn den jetzigen Mist haben selbige schliesslich mit verzapft. mehr...

24.11.2009 von capu65:

Es ist zu erwarten, daß Dirk Niebel in vier Jahren sein Ränzlein schnüren darf. Er sollte sich auf eine sehr lange Abwesenheit einrichten. mehr...

23.11.2009 von hook123:

So fexibel wie Niebel eben! Gestern noch dagegen, heute schon mittendrin und nie dagegen gewesen. Immer diese Missverständnisse mit der Presse. Obwohl diese Regierung mit der Kanzlerin, Westerwelle als Außenminsiterin und dem [...] mehr...

23.11.2009 von yogtze:

Hat Günther Stoll die etwa gehabt? Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht, die 100 Tage waren mal gute demokratische Sitte, die Opposition hält sich ja auch noch vornehm zurück. Es gab aber auch Zeiten, da hat man die letzten [...] mehr...

23.11.2009 von yogtze:

...aber nicht doch, lieber Morotti, das nennt man Flexibilität;-) mehr...

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