Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Fall der Mauer vor 20 Jahren als eine "epochale Zeitenwende" gewürdigt. Der 9. November markiere "eine glückliche Stunde der deutschen und der europäischen Geschichte", sagte Merkel vor Zehntausenden Menschen am Brandenburger Tor. Das Ende der deutschen Teilung sei für sie "einer der glücklichsten Momente meines Lebens", sagte Merkel beim "Fest der Freiheit".
"Freiheit entsteht nicht von selbst. Freiheit muss erkämpft werden", sagte Merkel. "Wir haben es in der Hand, auch die Grenzen unserer Zeit zu überwinden, so wie uns das 1989 hier in dieser geteilten Stadt gelungen ist. Wenn wir daran glauben, werden wir es schaffen." Merkel sprach von einer "wahrhaft glücklichen Stunde der Deutschen". Merkel erinnerte auch an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 und sprach vom "dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte".
US-Präsident Barack Obama gratulierte den Deutschen zum Fall der Mauer in einer von Außenministerin Hillary Clinton als Video überbrachten Grußbotschaft: "Die Arbeit für die Freiheit darf nie zu Ende gehen", sagte Obama. Der Fall der Mauer am 9. November vor 20 Jahren sei ein Zeichen für ein "starkes Ankämpfen gegen Tyrannei" gewesen. Hier seien die Rechte, die für alle gelten, wahrgenommen worden.
"Wir müssen für die Freiheit weiter kämpfen"
Clinton sagte bei den Feierlichkeiten vor dem Brandenburger Tor, mit der Maueröffnung sei nicht nur ein neues Kapitel für Deutschland, sondern für die ganze Welt aufgeschlagen worden. Berlin habe "im Zentrum eines neuen wohlhabenden Deutschland und eines neuen wohlhabenden Europa" gestanden. Es gebe aber immer noch Millionen von Menschen, die getrennt seien, die hinter Mauern zurückgehalten würden. "Wir müssen für die Freiheit weiter kämpfen", sagte Clinton.
Die Berliner haben nach den Worten des britischen Premiers Gordon Brown die ganze Welt durch ihren Mut verändert. Niemand werde ein Volk wieder einkerkern können, das die Kraft der Freiheit kennengelernt habe, sagte er bei der Feier zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Diese "historische Nacht" sei durch die "unbeugsame Kraft des Geistes" von Berliner Männern und Frauen in Gang gebracht worden. "Sie haben gewagt, in der Dunkelheit zu träumen." Und sie hätten schließlich bewiesen, dass ein Volk, das eng zusammenstehe, "alles erreichen kann", betonte Brown weiter.
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Merkel sowie die Staats- und Regierungschefs vieler Länder durchschritten am Montagabend symbolisch das hellerleuchtete Brandenburger Tor. Auch der Mauerfall wurde noch einmal symbolisch begangen. Den ersten der 20 Kilogramm schweren "Mauerstücke" aus Styropor, bunt bemalt von Jugendlichen, stieß der Mitbegründer der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc, Lech Walesa, zusammen mit dem früheren ungarischen Ministerpräsident Miklos Nemeth um. Ohne die Reformbewegungen in den beiden Ländern wäre es zum Mauerfall in Deutschland wohl nie gekommen. Solidarnosc, das betonte Merkel an diesem Tag mehrfach, war "für uns alle eine unglaubliche Ermutigung". Insgesamt waren auf einer Strecke von 1,5 Kilometern verzierte Steine entlang des ursprünglichen Verlaufs der Mauer in der Berliner Innenstadt aufgestellt worden.
Am Nachmittag hatten sich Tausende am ehemaligen Grenzübergang an der Bornholmer Straße versammelt. Merkel lief mit Ex-Sowjet-Staatschef Michail Gorbatschow und Walesa über die Bösebrücke von Ost nach West. Es sei ihr ein Bedürfnis gewesen, heute "in dieser Runde an dieser Stelle" zusammenzukommen, sagte die Kanzlerin sichtlich gerührt.
hen/dpa/AP/AFP
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Als Westberliner fand ich es wunderbar, daß alle Menschen wieder ein Heimatland hatten und so reisen konnten, wie wir. Das ist auch heute noch meine Ansicht und dofe Leute gibt es hüben wie drüben. Als wir neulcih in Bansin [...] mehr...
Ich persönlich verband keinerlei Hoffnungen mit dem Mauerfall. Ich freute mich natürlich, wie die meisten. Wen's betraf, der konnte jetzt ungehinderter seine Verwandten im Osten besuchen. Seit dem Mauerfall hat sich im Westen [...] mehr...
Sie fragen mich, als wäre ich Treuhandmanager oder der OB von Wittenberge. Diktatur gibt es dort seit 20 Jahren nicht mehr, es war die Demokratie, die den Leuten die Lebensgrundlagen entzogen hat: ganz demokratisch [...] mehr...
Ja der größte und modernste Nähmaschinenbetrieb Europas. Der war wohl doch nicht so modern, sonst würde es ihn ja noch geben. Was für eine Lösung für Wittenberge hätten sie denn? Ja und die Häuser und Schlösser hätte man sich [...] mehr...
Witzig, dass dieses Thema wieder aufflammt. Es stimmt, der Warenüberflüss hat sich aus dem Westen in den Osten ausgebreitet. Es stimmt auch, dass die Häuser nun weitgehend renoviert und bunt angemalt wurden. Doch wenn [...] mehr...
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